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Kriegskindheiten im besetzten Belarus 1941–1944
Erfahrungen – Erinnerungen – Folgen
Kinder zählen zu den ersten Opfern eines Krieges, doch können sie auch selbst wirkmächtige Akteure sein. Sie sind ein wesentlicher Teil der asymmetrischen Kriegsgesellschaften und prägen das Zusammenleben sowohl kurz- wie auch langfristig. Yuliya von Saal nimmt die überraschend vielfältigen Erfahrungen von sowjetischen Kindern in der NS-besetzten BSSR und in der unmittelbaren Nachkriegszeit in den Blick und zeigt, dass Minderjährige keineswegs nur eine randständige Opfergruppe des Vernichtungskrieges waren. Je nach Alter, Geschlecht und NS-"Rassenhierarchie" partizipierten Kinder am Kriegsgeschehen. Kinder wurden früh erwachsen, sie entdeckten Handlungsspielräume und entwickelten Überlebensstrategien, über die Erwachsene oft nicht verfügten. Zugleich verdeutlicht die Autorin, dass es keine homogene sowjetische Kriegskindheit gab und wie wichtig es ist, Kinder als Subjekte mit eigenen Verhaltensweisen in unser Verständnis von Vergangenheit zu integrieren.
Yuliya von Saal ist Osteuropahistorikerin am Institut für Zeitgeschichte (München – Berlin).
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- Artikel-Nr.: SW9783412534233110164
- Artikelnummer SW9783412534233110164
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Autor
Yuliya von Saal
- Mit Center for Eastern European Studies (CEES), Universität Zürich Historisches Seminar, Tanja Penter, Jeronim Perović, Ulrich Schmid
- Verlag Böhlau Köln
- Seitenzahl 674
- Barrierefreiheit
- ISBN 9783412534233
- Mit Center for Eastern European Studies (CEES), Universität Zürich Historisches Seminar, Tanja Penter, Jeronim Perović, Ulrich Schmid