Verhandeltes Zeremoniell
Wissen und Normen am Gothaer Fürstenhof (1640–1800)
Gesandtenempfänge, Titulaturen, Rangfolgen, Ordensinvestituren – die zeremoniellen Akte an frühneuzeitlichen Höfen erwecken auf den ersten Blick den Eindruck, von starren Regeln und strengen Formalismen geprägt gewesen zu sein. Marian Hefter untersucht ausgehend von der archivalischen Überlieferung zum Gothaer Herzogshof die Bedeutung, die zeremoniellen Normen an reichsfürstlichen Höfen in der zweiten Hälfte der Frühen Neuzeit zukam. Das Erfordernis und die Möglichkeiten, zeremonielle Ansprüche zu formulieren, werden hierzu aus einer wissenshistorischen Perspektive hinterfragt. Dabei wird deutlich, dass zeremonielle Kommunikation in der höfischen Praxis nur selten um systematische Eindeutigkeiten bemüht war, sondern vielmehr flexibel eingesetzt und oft bewusst offen gehalten wurde.
Marian Hefter studierte Geschichte, katholische Theologie und Philosophie an der Christian-Albrechts-Universität zu Kiel und der Universität Erfurt, wo er 2024 promoviert wurde. Er ist Mitglied des Forschungszentrums Gotha.
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Vorbestellerartikel: Dieser Artikel erscheint am 9. März 2026
- Artikel-Nr.: SW9783412534929110164
- Artikelnummer SW9783412534929110164
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Autor
Marian Hefter
- Mit Gerd Althoff, Franz-Josef Arlinghaus, Heinz Duchhardt, Birgit Emich, Susanne Lepsius, Gert Melville, Gerd Schwerhoff
- Verlag Böhlau Köln
- Seitenzahl 590
- Veröffentlichung 09.03.2026
- Barrierefreiheit
- ISBN 9783412534929
- Mit Gerd Althoff, Franz-Josef Arlinghaus, Heinz Duchhardt, Birgit Emich, Susanne Lepsius, Gert Melville, Gerd Schwerhoff