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Sturm auf die Bastille

Ein Moment der Geschichte – Was wirklich geschah

Sturm auf die Bastille
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Wenn Menschen Hunger leiden und sich um die eigene Zukunft sorgen, aktiviert das mitunter nie da geglaubte Kräfte. Dies zeigt ein Blick in die Geschichte, insbesondere ins Jahr 1789: Am 14. Juli jenes Jahres fand in Paris der Sturm auf das Staatsgefängnis, die Bastille, statt. Kurze Zeit später entwuchs daraus die wohl bedeutendste Bürgerbewegung der Neuzeit: die Französische Revolution. Doch wie genau gelang es den einfachen Männern, ihr Ziel zu erreichen? Und welche Opfer hatte dieser Schritt zur Folge? Es waren die einfachen Leute, die einen weltbewegenden Prozess in Gang setzten. In Frankreich stiegen die Brotpreise und die Menschen hungerten,... alles anzeigen expand_more

Wenn Menschen Hunger leiden und sich um die eigene Zukunft sorgen, aktiviert das mitunter nie da geglaubte Kräfte. Dies zeigt ein Blick in die Geschichte, insbesondere ins Jahr 1789: Am 14. Juli jenes Jahres fand in Paris der Sturm auf das Staatsgefängnis, die Bastille, statt. Kurze Zeit später entwuchs daraus die wohl bedeutendste Bürgerbewegung der Neuzeit: die Französische Revolution. Doch wie genau gelang es den einfachen Männern, ihr Ziel zu erreichen? Und welche Opfer hatte dieser Schritt zur Folge? Es waren die einfachen Leute, die einen weltbewegenden Prozess in Gang setzten. In Frankreich stiegen die Brotpreise und die Menschen hungerten, während der königliche Hof in Luxus schwelgte. Die intellektuelle Elite, beflügelt von Ideen der Aufklärung, forderte ein Mitspracherecht bei der Regierung. Als der König die Generalstände einberief, forderten die Bürger des dritten Standes eine politische Gleichstellung mit Adel und Geistlichkeit. Sie erklärten sich zur Nationalversammlung und begannen, an einer Verfassung zu arbeiten. Als der König den beliebten Finanzminister Jacques Necker entließ und das Militär aufmarschieren ließ, kam es zu gewaltsamen Auseinandersetzungen. Der junge Anwalt Camille Desmoulins, einer der Protagonisten in diesem Film, rief die Pariser zu den Waffen – die Initialzündung für die Revolution. Hunderte aufgebrachte Menschen stürmten zur Bastille, um das in der Festung gelagerte Pulver zu erbeuten. Der Kommandant der Festung, Bernard-René de Launay, war mit der Situation überfordert. Als er auf die Belagerer schießen ließ, eskalierte die Situation. Die Bastille wurde zum Symbol für die Willkürherrschaft des Königs. In "Ein Moment in der Geschichte" sind es die einfachen Leute, die bei dem Sturm auf die Bastille in den Vordergrund rücken und Geschichte machen: zum Beispiel, der die erste Zugbrücke herunterließ, oder der Ex-Offizier Pierre-Augustin Hulin, der den Kommandanten der Bastille zur Aufgabe zwang. Gegen Abend kapitulierte die Besatzung der Bastille. Mehr als 90 Tote und Dutzende Verwundete waren das Ergebnis des Kampfes. Der Kommandant der Bastille wurde trotz Zusicherung von freiem Geleit geköpft. Der Sturm auf die Bastille war keine Ruhmestat. Aber sie war ein entscheidender Wendepunkt in der Geschichte: Nur wenige Wochen später verabschiedete die Nationalversammlung die Erklärung der Menschen- und Bürgerrechte. Was mit dem Sturm auf die Bastille begann, endete in einer Neuordnung Europas. In nur wenigen Stunden erobern Tausende die Festung, die von acht Türmen und zwei Zugbrücken geschützt ist. Dabei sind die Aufständischen nur einfache Handwerker mit wenigen Waffen. Der Sturm auf die Bastille gilt als Auftakt der Französischen Revolution.

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