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Die Eroberung Perus
Ein frühes und bemerkenswertes Zeugnis der spanischsprachigen Auseinandersetzung mit dem kolonialen Erb
Eine Handvoll spanischer Konquistadoren landet an der Küste eines Reiches, das sie nicht kennen. Das Inkareich – Tawantinsuyu, "die vier Himmelsrichtungen" – ist älter, reicher und geordneter als alles, was diese Männer aus Europa kennen. Und doch wird es fallen.
Pablo Alonso de Avecilla, Dramatiker und Jurist, erzählt in dieser historischen Novelle den Untergang des Inkareiches unter Francisco Pizarro als Geschichte, die mehr ist als bloße Chronik – nämlich als philosophisch-moralische Betrachtung über Conquista, Zivilisation und das Verhältnis der Völker zueinander. Im Mittelpunkt steht die Gefangennahme und Hinrichtung des Inkakaisers Atahualpa, die das Schicksal eines ganzen Reiches besiegelt – nicht durch überlegene Kraft allein, sondern durch List, Verrat und die innere Zerissenheit eines Volkes, das sich gerade erst im Bürgerkrieg geschwächt hatte.
Avecilla schreibt nicht als unparteiischer Chronist. Sein Blick auf die Ereignisse ist von jenem kritischen Humanismus des 19. Jahrhunderts geprägt, der die Conquista nicht mehr als Heilsgeschichte, sondern als menschliche Katastrophe begreift. Er zeichnet das Inkareich als eine Zivilisation, in der die Herrscher mit zärtlicher Fürsorge für ihr Volk regierten, und kontrastiert dieses Bild mit dem Ehrgeiz und der Brutalität der Eroberer.
Erstmals 1852 in Paris erschienen, ist dieses Werk ein frühes und bemerkenswertes Zeugnis der spanischsprachigen Auseinandersetzung mit dem kolonialen Erbe, eschrieben nicht aus der Distanz des späteren Jahrhunderts, sondern mitten aus dem europäischen Liberalismus des Vormärz heraus.
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- Artikel-Nr.: SW9783693430194110164
- Artikelnummer SW9783693430194110164
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Verlag
Jazzybee Verlag
- ISBN 9783693430194