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Bürgerliche Kindheit zwischen Spiel und bürgerlicher Moral
Bürgerliche Kindheit zwischen Spiel, Moral und Familie
Die Vorstellung, dass Kinder eine eigene Welt brauchen—frei von Arbeit, voller Spiel und behütet von der Mutter—ist keine ewige Wahrheit, sondern eine Erfindung des europäischen Bürgertums im 19. Jahrhundert. Dieses Buch zeigt, wie diese Idee entstand: in den gutbürgerlichen Wohnzimmern, den neu gegründeten Kindergärten und den moralischen Erzählungen, die das Kind als reines, schützenswertes Wesen zeichneten. Es untersucht die Rolle von Fröbels Spielgaben, den Aufstieg der Kinderliteratur und die bürgerliche Mutter als moralische Instanz. Gleichzeitig zeigt es die Schattenseiten: Wer gehörte nicht zu dieser heilen Kindheit? Arbeiterkinder, Waisenkinder, behinderte Kinder—sie blieben unsichtbar oder wurden in Anstalten verwahrt. Das Buch entlarvt die bürgerliche Kindheitsutopie als Klassenprojekt, das bis heute unsere Vorstellungen von normaler Kindheit prägt. Ein nüchterner Blick auf eine Erfindung, die uns vertraut ist und dennoch voller Widersprüche steckt.
Analysiert Religion, Ideologien und historische Propaganda mit einer ruhigen wissenschaftlichen Stimme.
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- Artikel-Nr.: SW9783565582266110164
- Artikelnummer SW9783565582266110164
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Autor
Caspar Edelhain
- Verlag epubli
- Seitenzahl 203
- Barrierefreiheit
- ISBN 9783565582266