Der Duft der Imperien

"Chanel No 5" und "Rotes Moskau"

Kann ein Tropfen Parfüm die Geschichte des 20. Jahrhunderts erzählen? Karl Schlögel entwickelt einen ungewöhnlichen Zugang zur Geschichte Europas im 20. Jahrhundert. Kann ein Duft Geschichte aufbewahren? Zwei Parfums liefern Karl Schlögel den Stoff, die europäischen Abgründe des 20. Jahrhunderts neu zu erzählen. Durch die Turbulenzen der Revolution gelangte die Formel für einen Duft, der zum 300. Kronjubiläum der Romanows kreiert worden war, nach Frankreich. Er lieferte die Grundlage für Coco Chanels Nº 5 und für sein sowjetisches Pendant Rotes Moskau, das bis heute unter diesem Namen produziert wird.... alles anzeigen expand_more

Kann ein Tropfen Parfüm die Geschichte des 20. Jahrhunderts erzählen? Karl Schlögel entwickelt einen ungewöhnlichen Zugang zur Geschichte Europas im 20. Jahrhundert.





Kann ein Duft Geschichte aufbewahren? Zwei Parfums liefern Karl Schlögel den Stoff, die europäischen Abgründe des 20. Jahrhunderts neu zu erzählen. Durch die Turbulenzen der Revolution gelangte die Formel für einen Duft, der zum 300. Kronjubiläum der Romanows kreiert worden war, nach Frankreich. Er lieferte die Grundlage für Coco Chanels Nº 5 und für sein sowjetisches Pendant Rotes Moskau, das bis heute unter diesem Namen produziert wird. Verantwortlich für die Parfümindustrie war Polina Schemtschuschina, die Frau des Außenministers Molotow. Sie fiel später einer Säuberungskampagne zum Opfer — und Coco Chanel kollaborierte mit den deutschen Besatzern. Ein unscheinbarer Zufall führt Karl Schlögel zu erstaunlichen Entdeckungen in einer Epoche, die wir gründlich zu kennen glaubten.



"Wie rochen Sozialismus, Nazizeit, die Goldenen Zwanziger? Schwer zu beschreiben? Nicht für Schlögel!" Anna Prizkau, Frankfurter Allgemeine Sonntagszeitung, 21.06.20





"Kaum jemand vermag Eindrücke und Impressionen so überzeugend zu vermitteln wie Schlögel. Er forscht und analysiert, wo andere assoziieren. […] Er breitet die parallelen Biografien seiner Heldinnen mit größter, ansteckender Neugierde aus und führt uns hinein in die Zufälligkeiten der Weltgeschichte. […] Karl Schlögel ist ein großer Erzähler." Arno Widmann, Frankfurter Rundschau, 30.04.20





"Ein gewagtes, aber sorgfältiges Kapitel zur Geruchswelt der deutschen Lager einerseits und des Gulags andererseits verhindert jede Gefahr, dass aus seinem Essay einfach nur ein launig-assoziativer Schlendergang durch die Parfümerie des 20. Jahrhunderts wird. Schlögel hat tatsächlich den Duft des 'Zeitalters der Extreme' eingefangen – zu viel macht Kopfschmerzen, aber ein kurzer Sprüher ist anregend und berauschend." Fabian Wolff, Deutschlandfunk Kultur, 09.04.20





"Ein sehr anregender [...] Versuch, über diese beiden Parfums die Geschichte des 20. Jahrhunderts und das Riechen an sich neu zu beleben und zu erfahren." Fabian Wolff, Deutschlandfunk, 09.04.20





"So kurzweilig wie erhellend ... Karl Schlögel hat ‚Rotes Moskau‘ in diesem überaus anregenden und faktensatten Essay kunstvoll ans Licht geholt." Adam Soboczynski, Die Zeit, 12.03.20





"Der renommierte Osteuropahistoriker erzählt die Entwicklung des Luxusartikels in altbewährter Manier als eminent politische west-östliche Geschichte." Erich Klein, Falter, 11.03.20





"Es ist ein neuer Beweis für die Fruchtbarkeit jenes Blicks, mit dem Karl Schlögel in unauffälligen Details mit scheinbar müheloser Plausibilität das Ganze der Gesellschaft sichtbar zu machen vermag." Stephan Wackwitz, Süddeutsche Zeitung, 10.03.20





"Eine Kunst- und Kulturgeschichte, eine Geschichte der Sowjetunion, es erzählt Biografien – diese reichlich 200 Seiten sind prall gefüllt mit Informationen, mit Zahlen, Namen, mit Kunst, mit Geschichte – das ist bereichernd, streckenweise aber auch etwas sprunghaft und herausfordernd." Matthias Schmidt, MDR Kultur, 19.02.20





"Eine faszinierende Duft-Reise ... Schlögel zeigt aus verschiedenen Perspektiven, wie auch der Luxuszweig der Parfumindustrie zu einem Spielball der Mächte wird. Wie stets schreibt er verständlich, lebensnah und klar und ermöglicht mit Zusammenfassungen auch eine nichtchronologische Lektüre." Valeria Heintges, Neue Zürcher Zeitung am Sonntag, 23.02.20





"Ein Buch, das der Kunst der Leichtfertigkeit huldigt und stets aufs Neue die Ästhetik über die Weltanschauung triumphieren lässt." Thomas Karlauf, Frankfurter Allgemeine Zeitung, 21.02.20





"In gewohnt meisterlicher Wiese stellt er das scheinbar Unvereinbare nebeneinander und lässt den Leser erkennen, wie vereinbar es in Wirklichkeit war." Bernhard Schulz, Der Tagesspiegel, 19.02.20



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  • Artikelnummer SW9783446267442450914
  • Autor find_in_page Karl Schlögel
  • Autoreninformationen Karl Schlögel, Jahrgang 1948, hat an der Freien Universität Berlin,… open_in_new Mehr erfahren
  • Wasserzeichen ja
  • Verlag find_in_page Carl Hanser Verlag GmbH & Co. KG
  • Veröffentlichung 17.02.2020
  • ISBN 9783446267442

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