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Caesarenwahn
Ein Topos zwischen Antiwilhelminismus, antikem Kaiserbild und moderner Populärkultur
Hat unbegrenzte Macht einen schädlichen Einfluss auf die menschliche Psyche? Diese Vorstellung ist im populären Diskurs moderner Gesellschaften jedenfalls weit verbreitet. Im deutschsprachigen Raum findet sie sich verdichtet im Begriff des 'Caesarenwahns', seit Ludwig Quidde (1858–1941) am Ende des 19. Jahrhunderts am Beispiel des Kaisers Caligula und mit Blick auf Wilhelm II. ironisch aufzuzeigen versuchte, dass Autokraten ihrer Machtstellung wegen besonders anfällig für psychische Störungen seien. Der vorliegende Sammelband geht den Ursprüngen dieser Topik vom 'wahnsinnigen Herrscher' in der antiken Herrscherinszenierung sowie im Monarchiediskurs des 19. und frühen 20. Jahrhunderts nach und verfolgt ihre Wirksamkeit bis in die Gegenwart. An ausgewählten Beispielen der populären (v.a. filmischen) Inszenierung von Autokraten wird dabei aufgezeigt, wie die Einordnung des Herrschers als 'verrückt' der Simplifizierung der kritischen Auseinandersetzung mit abgelehnten Herrschaftsweisen dient.
Thomas Blank ist Professor für Kulturgeschichte der Antike an der Johannes Gutenberg-Universität Mainz.
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- Artikel-Nr.: SW9783412520915110164
- Artikelnummer SW9783412520915110164
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Mit
Thomas Blank, Christoph Catrein, Christine van Hoof, Thomas Blank, Christoph Catrein, Christine van Hoof, Ludwig Quidde, Heinrich Schlange-Schöningen, Florian Sittig, Eckard Meyer-Zwiffelhoffer, Ulrike Wulf-Rheidt, Martin Lindner, Anja Wieber, Sebastian Becker, Sandra Nuy, Neville Morley, Christoph Endres
- Verlag Böhlau Köln
- Seitenzahl 390
- Barrierefreiheit
- ISBN 9783412520915
- Verlag Böhlau Köln