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Gletscher beerdigen

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Was die internationale Gemeinschaft für immer im Modus des Zukünftigen behandeln will, sucht längst unsere Gegenwart heim: Die Opfer der Klimakrise und des voranschreitenden Massenaussterbens sind in den letzten Jahren unzählbar geworden. 2019 trauerte Island offiziell um den Verlust des Okjökull-Gletschers. 2022 verliert der Südliche Schneeferner seinen Gletscherstatus und wird fortan Toteis genannt. Und auch Arten verschwinden: 1690 wurde der Dodo ausgelöscht, 1844 der Riesenalk, und 2025 verschwanden eine Spitzmaus, mehrere Beuteltierarten und eine Meeresschnecke für immer. Das Totengedenken ist einer der Ursprünge menschlicher Kultur:... alles anzeigen expand_more

Was die internationale Gemeinschaft für immer im Modus des Zukünftigen behandeln will, sucht längst unsere Gegenwart heim: Die Opfer der Klimakrise und des voranschreitenden Massenaussterbens sind in den letzten Jahren unzählbar geworden. 2019 trauerte Island offiziell um den Verlust des Okjökull-Gletschers. 2022 verliert der Südliche Schneeferner seinen Gletscherstatus und wird fortan Toteis genannt. Und auch Arten verschwinden: 1690 wurde der Dodo ausgelöscht, 1844 der Riesenalk, und 2025 verschwanden eine Spitzmaus, mehrere Beuteltierarten und eine Meeresschnecke für immer. Das Totengedenken ist einer der Ursprünge menschlicher Kultur: Wir werden, wer wir sind, weil wir wissen, was vor uns war. Wenn diese Annahme aber nicht nur für Menschen gilt, sondern auch für unsere natürliche Umgebung – wie sind dann all jene zu betrauern, die wir ›ausgestorben haben‹? Und wie finden wir durch die Trauer zurück ins Handeln?

Aus der Beobachtung neuer Rituale, kritischen Reflexionen und persönlicher Erfahrung webt Simon Probst einen Essay, der fragt, wie Erinnerungskultur auf die planetaren Krisen der Gegenwart antwortet – und wie wir versuchen können, ihren Opfern Gerechtigkeit widerfahren zu lassen.



Simon Probst, 1993 geboren, ist wissenschaftlicher Mitarbeiter im Forschungsprojekt »Das naturkulturelle Gedächtnis im Anthropozän« an der Universität Vechta. Er studierte Germanistik und Philosophie in Heidelberg. Seine Promotion zum Erzählen vom Anthropozän wurde mit dem OLB-Wissenschaftspreis ausgezeichnet.

Judith Schalansky, 1980 in Greifswald geboren, studierte Kunstgeschichte und Kommunikationsdesign und lebt als freie Schriftstellerin und Buchgestalterin in Berlin. Sowohl ihr Atlas der abgelegenen Inseln als auch ihr Bildungsroman Der Hals der Giraffe wurden von der Stiftung Buchkunst zum »Schönsten deutschen Buch« gekürt. Für ihr Verzeichnis einiger Verluste erhielt sie 2018 den Wilhelm-Raabe-Preis. Seit dem Frühjahr 2013 gibt sie die Reihe Naturkunden heraus.

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