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Gebrauchsweisen von Michel Foucault

Kommentar – Analyse – Kritik

Zwischen Michel Foucaults 40. Todestag (2024) und seinem 100. Geburtstag (2026) entstanden, geht dieser interdisziplinäre Band vergangenen, aktuellen und künftigen »Gebrauchsweisen« Foucaults nach und befragt das Werk des französischen Philosophen und Intellektuellen neu. Im Blick stehen seine längst klassischen Studien ebenso wie jüngere, posthume Neuveröffentlichungen und bislang vernachlässigte Texte von Foucault und seinem Umfeld. Die Beiträge beleuchten seine Beziehungen zu wichtigen Weggefährten wie Louis Althusser, Jean Hyppolite, Jacques Derrida und Gilles Deleuze; sie diskutieren etwa die Rolle der Kybernetik, die... alles anzeigen expand_more

Zwischen Michel Foucaults 40. Todestag (2024) und seinem 100. Geburtstag (2026) entstanden, geht dieser interdisziplinäre Band vergangenen, aktuellen und künftigen »Gebrauchsweisen« Foucaults nach und befragt das Werk des französischen Philosophen und Intellektuellen neu. Im Blick stehen seine längst klassischen Studien ebenso wie jüngere, posthume Neuveröffentlichungen und bislang vernachlässigte Texte von Foucault und seinem Umfeld. Die Beiträge beleuchten seine Beziehungen zu wichtigen Weggefährten wie Louis Althusser, Jean Hyppolite, Jacques Derrida und Gilles Deleuze; sie diskutieren etwa die Rolle der Kybernetik, die Frage der Geschichte oder die Aussagen zu Kindheit und Familie im Werk Foucaults und machen foucaultsche Konzepte für eine Kritik kapitalistischer Arbeit oder ökologischer Vernunft fruchtbar. Sichtbar wird dabei der politische Foucault ebenso wie der Foucault, der eine eigene Form von Kritik entfaltet, sowie derjenige, der Gegenstand polemischer Lektüren war und teils noch immer, vierzig Jahre nach seinem Tod, ist. Erstmals auf Deutsch versammelt der Band zudem Auszüge aus den Gesprächen zwischen Foucault und dem politischen Aktivisten Thierry Voeltzel, die 1978 unter Voeltzels Namen erschienen und geprägt sind von der Frage nach einer revolutionären Haltung – und bis heute im deutschsprachigen Raum nahezu unbekannt sind.



Dr. Christoph T. Burmeister ist Vertretungsprofessor für Soziologie am Institut für Sozialwissenschaften der Christian-Albrechts-Universität zu Kiel.

Prof. Dr. Heike Delitz ist Inhaberin der Professur für Kollektiv- und Kulturwissenschaften am Institut für Information, Medien, Sprache und Kultur und an der Forschungsstelle Kultur- und Kollektivwissenschaft der Universität Regensburg.



Inhalt



Usages de Foucault – Gebrauchsweisen von Michel Foucault. Einleitung

Christoph T. Burmeister und Heike Delitz



Thierry Voeltzel – Michel Foucault: Zwanzig Jahre und darüber hinaus



Einführende Bemerkungen

Ulrich Brieler



Vingt ans et après. Zwanzig Jahre und darüber hinaus (Auszüge)

Thierry Voeltzel



Zeitgenössische Konstellationen: Autoren und Werke



Epistemologischer oder politischer Bruch? Zum Dialog zwischen dem jungen Foucault und Louis Althusser

Jean-Baptiste Vuillerod



Von der ›Nichtphilosophie‹ zur Archäologie. Das ungedachte Erbe von Jean Hyppolite im Denken Foucaults

Thomas Ebke



Vom Transzendentalen zur Frage der Macht. Deleuze und Foucault

Jonas Oßwald



Foucaults Schriften der 1960er Jahre im Lichte der Kritik Derridas

Carl Corleis



Der Regelkreis des Diskurses. Michel Foucault und die Kybernetik

Julian Müller



Geschichte und ›Geschichte‹



Namen und Zeiten. Foucault im Gebrauch der Geschichte

Lukas Rathjen



»Urbane Paniken« oder die Geburt der modernen Stadt im 18. Jahrhundert

Heike Delitz



Das Subjekt und seine Umwelt. Zur Genealogie der Environmentalität

Ole Bogner



Kristall, Scharnier, Utopie, Zelle oder: Subjektivierung von Anfang an. Kindheit und Familie bei Foucault

Christoph T. Burmeister



Gebrauch und Missbrauch. Methodisch-methodologische Überlegungen zur historischen Arbeitsweise Michel Foucaults

in Histoire de la sexualité I

Claudia Scheid



Politisches



Sexualität, Identität. Rezeptionskapriolen mit Foucault

Petra Gehring



Der Fall Rivière. Figurationen des Plebejischen bei Michel Foucault

Maria Muhle



Foucault, der die Revolution nicht verrät

Ulrich Brieler



Cheerleader des Ajatollah? Foucault, der Iran und die Kontroverse um woke theory

Jens Elberfeld



Gesellschafts-Kritik im Anschluss an Foucault



Back to work. Arbeit im Kapitalismus nach Foucault

Conrad Lluis



Mit Foucault zu einer Kritik der ökologischen Vernunft

Stefan Rohrhirsch



De-/Fragmentierende Gesellschaftstheorie nach Foucault: »Volk« und »Bevölkerung« als politisch-epistemologische Raster der Produktion

von Gesellschaft

Helge Schwiertz



»Es muss möglich sein, von vorn anzufangen mit der Analyse und Kritik …« Betrachtungen zum Gebrauch und Nutzen der Genealogie

als Gesellschafts- und Ideologiekritik

Peggy H. Breitenstein



Zur ›Genealogie der Kritik‹ in Michel Foucaults Spätwerk. Anschlüsse für eine Soziologie der Kritik

Anna Daniel



Dis/ability mit Michel Foucault als Dispositiv untersuchen. Kategorisierung, Adressierung und Anrufung als disponierende

Praktiken



Sarah Karim, Anne Waldschmidt und Fabian Rombach



Archiv

Michel Foucault – ein französischer Autor in deutschen Lesarten. Ein Vortrag aus dem Jahr 1994

Wolfgang Eßbach

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