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Der komponierende Organist um 1700
Studien zu Toccata und Fuge d-Moll BWV 565 von Johann Sebastian Bach
Es ist wahrhaft ein Glücksfall, dass so viele Werke Bachs aus dessen ersten 20 Lebensjahren erhalten sind. Im Kontext mit den zur selben Zeit publizierten Theorieschriften und mit Einblicken in Biografien von Organisten und Komponisten im näheren Umfeld Bachs lassen sich weitere Lücken in Bachs Biografie schließen und weitere seiner Werke zeitlich einordnen.
Die Anwendung einer historisch-theoretischen Methode erweist sich in der vorliegenden Arbeit in mehrerlei Hinsicht als ideales Analysemittel. Andreas Weil legt präzise Analysen vor, mit denen die von Bach-Kommentatoren geäußerten Zweifel über die Echtheit von Toccata und Fuge d-Moll BWV 565 widerlegt werden. Darüber hinaus werden jene auffälligen Merkmale, die die Echtheitsdebatte auslösten, als kontemporäre Eingriffe des Schreibers Johannes Ringk wahrscheinlich gemacht. Zudem gibt der Autor mittels der genannten Methode realistische Einblicke in Bachs Lehr- und Wanderjahre (1695–1702). Bachs Musikerlaufbahn wird um einen glaubwürdigen Ausbildungsverlauf zum Organisten ergänzt.
Mit der historisch-theoretischen Methode lassen sich in Zukunft weitere Echtheitsprobleme im Werk des jungen Johann Sebastian Bach lösen und sowie auch genauere chronologische Einordnungen vornehmen, als dies bei problematischen Werken bisher geschehen ist.
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- Artikel-Nr.: SW9783826096051450914
- Artikelnummer SW9783826096051450914
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Autor
Andreas Weil
- Verlag Königshausen u. Neumann
- Seitenzahl 274
- Barrierefreiheit
- Hoher Kontrast zwischen Text und Hintergrund
- ISBN 9783826096051