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Politik der Weltgestaltung
Ein anthropologischer Beitrag zur Kosmopolitik
Universell gelten die Gesetze der Natur, exzeptionell ist der menschliche Geist. Diese Grundthese des modernen westlichen Naturalismus hat unseren Blick auf die Welt geformt und bestimmt, wie wir sie gestalten. Aber der Blick ist anachronistisch, die Art der Weltgestaltung ist destruktiv, wie Philippe Descola in seinem neuen Buch darlegt. Auf meisterliche Weise und in direkter Auseinandersetzung mit herausragenden Kolleg:innen einschlägiger Disziplinen bereitet er den Boden für einen fruchtbaren Dialog zwischen Anthropologie und politischer Theorie.
Hauptstück von Politik der Weltgestaltung sind drei elegante Vorlesungen voller faszinierender Beispiele aus der Feldforschung. Darin profiliert Descola eine Typologie des Seins, die der kulturellen und sozialen Diversität auf diesem Planeten gerecht wird und die Beziehungen zwischen den menschlichen und nichtmenschlichen Lebensformen neu denkt. In Erwiderung auf Kommentare von Adom Getachew, Timothy LeCain und David Wengrow präzisiert er seine Vorstellungen von Hybridität, Historizität und einem inklusiven Humanismus als Voraussetzung einer pluralistischen Kosmopolitik. Ein ebenso zugängliches wie visionäres Buch eines großen Intellektuellen unserer Zeit.
»Vor dem Hintergrund der Klimakrise und der Übernutzung der Ressourcen erscheint die Arbeit des Anthropologen Philippe Descola von entscheidender Bedeutung.«
»Seit einem halben Jahrhundert kartografiert Philippe Descola [...] die unendliche Kreativität, mit der wir Menschen die Welt ›komponieren‹ und die Art und Weise, wie wir in ihr leben.«
Philippe Descola, geboren 1949, ist emeritierter Professor für Anthropologie am Collège de France und gilt als der bedeutendste französische Anthropologe der Gegenwart. In seinen Forschungen entwickelt er eine vergleichende Anthropologie, die sowohl die Humanwissenschaften als auch die Reflexion über die ökologischen Herausforderungen unserer Zeit revolutioniert hat. Für sein Werk wurde er vielfach ausgezeichnet, u. a. mit der Goldmedaille des Centre national de la recherche scientifique (CNRS), der höchsten wissenschaftlichen Auszeichnung Frankreichs. Sein Buch Die Formen des Sichtbaren. Eine Anthropologie der Bilder gewann 2021 den Prix Fondation Martine Aublet.
Christine Pries, geboren 1961, ist Philosophin und Übersetzerin, u. a. von Danielle Allen, Wendy Brown, Barbara Cassin, Dipesh Chakrabarty, Philippe Descola, Didier Fassin und Jean-François Lyotard.
Adom Getachew ist eine äthiopisch-amerikanische Politikwissenschaftlerin und Neubauer Family Assistant Professor of Political Science an der University of Chicago. Sie schreibt u. a. für die New York Times, die Boston Review und Dissent. Ihr Buch Die Welt nach den Imperien ist vielfach preisgekrönt. weniger anzeigen expand_less
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Vorbestellerartikel: Dieser Artikel erscheint am 24. November 2026
- Artikel-Nr.: SW9783518787755450914
- Artikelnummer SW9783518787755450914
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Autor
Philippe Descola
- Mit William T. Hanks, Christine Pries, Adom Getachew, Timothy J. LeCain, David Wengrow
- Verlag Suhrkamp Verlag
- Seitenzahl 350
- Veröffentlichung 24.11.2026
- Barrierefreiheit
- Keine Angabe: Keine Informationen zur Barrierefreiheit bereitgestellt
- Aussehen von Textinhalten kann angepasst werden
- ISBN 9783518787755
- Mit William T. Hanks, Christine Pries, Adom Getachew, Timothy J. LeCain, David Wengrow