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Die Erfindung der Mathematik

Wie der Mensch Zahlen schuf, um die Welt zu bändigen

Die Erfindung der Mathematik
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Was ist Mathematik – ein vorgefundenes Gefüge von Wahrheiten oder eine vom Menschen geschaffene Ordnung? Die Antwort scheint naheliegend, solange Zahlen als selbstverständlich gelten. Doch ein Blick in die frühe Geschichte des Menschen lässt Zweifel aufkommen. Über lange Zeiträume hinweg wurde gezählt, ohne dass es Zahlen im heutigen Sinn gab. Mengen wurden gezeigt, nicht benannt; Relationen erkannt, aber nicht formalisiert. Erst mit der wachsenden Notwendigkeit, Besitz zu verwalten, Vorräte zu sichern und Abläufe zu strukturieren, entstand das Bedürfnis nach Abstraktion. Aus dieser Bewegung heraus entwickelte sich eine Sprache,... alles anzeigen expand_more

Was ist Mathematik – ein vorgefundenes Gefüge von Wahrheiten oder eine vom Menschen geschaffene Ordnung? Die Antwort scheint naheliegend, solange Zahlen als selbstverständlich gelten. Doch ein Blick in die frühe Geschichte des Menschen lässt Zweifel aufkommen. Über lange Zeiträume hinweg wurde gezählt, ohne dass es Zahlen im heutigen Sinn gab. Mengen wurden gezeigt, nicht benannt; Relationen erkannt, aber nicht formalisiert. Erst mit der wachsenden Notwendigkeit, Besitz zu verwalten, Vorräte zu sichern und Abläufe zu strukturieren, entstand das Bedürfnis nach Abstraktion. Aus dieser Bewegung heraus entwickelte sich eine Sprache, die nicht beschreibt, was ist, sondern festlegt, wie es beschrieben werden kann.



Im weiteren Verlauf löst sich diese Sprache zunehmend von ihren ursprünglichen Anlässen. Mit der Einführung von Symbolen, Axiomen und Beweisen entsteht ein System, das seine Gültigkeit aus sich selbst bezieht. Spätestens seit den Arbeiten von Euklid wird Mathematik nicht mehr als Sammlung von Verfahren verstanden, sondern als geschlossene Form, in der Aussagen unter bestimmten Voraussetzungen notwendig werden. Was dabei als Wahrheit erscheint, ist gebunden an die Regeln, unter denen sie entsteht.



Und doch bleibt die Nähe zur Welt bestehen. Naturerscheinungen lassen sich berechnen, Bewegungen vorhersagen, Strukturen erfassen. Die Übereinstimmung zwischen Beobachtung und mathematischer Beschreibung wirkt so präzise, dass sie leicht als Beleg für eine tiefere Übereinstimmung missverstanden werden kann. In dieser Spannung entfaltet sich eine Disziplin, die zugleich ordnet und abstrahiert – und deren Ursprung sich nicht eindeutig festlegen lässt.



Lutz Spilker wurde am 17.2. des Jahres 1955 in Duisburg geboren.



Bevor er zum Schreiben von Büchern und Dokumentationen fand, verließen bisher unzählige Kurzgeschichten, Kolumnen und Versdichtungen seine Feder.



In seinen Veröffentlichungen befasst sich Lutz Spilker vorrangig mit dem menschlichen Bewusstsein und der damit verbundenen Wahrnehmung. Ihn fasziniert die Tatsache, dass zu jeder weiteren Sekunde neue Erkenntnisse existieren.



»Ich liebe die Sprache: Sie vermag zu streicheln, zu liebkosen und zu Tränen zu rühren. Doch sie kann ebenso stachelig sein, wie der Dorn einer Rose und mit nur einem Hieb zerschmettern.«

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  • Autor find_in_page Lutz Spilker
  • Autoreninformationen Lutz Spilker wurde am 17.2. des Jahres 1955 in Duisburg geboren.… open_in_new Mehr erfahren
  • Verlag find_in_page epubli
  • Seitenzahl 346
  • Barrierefreiheit
    Aktuell liegen noch keine Informationen vor
  • ISBN 9783565413102

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