Phantome heilen
Vilayanur Ramachandran, die Spiegeltherapie und der neurologische Kampf gegen den Phantomschmerz
Wie behandelt man einen brennenden, krampfenden Schmerz in einer Hand, die vor zehn Jahren amputiert wurde? Für Generationen von Ärzten war der Phantomschmerz ein unlösbares Rätsel, das oft mit schweren Psychopharmaka oder der Erklärung, der Patient bilde sich den Schmerz nur ein, abgetan wurde. Bis ein brillanter Neurologe beschloss, das Gehirn mit seinen eigenen Waffen zu schlagen.
Phantome heilen erzählt die faszinierende Geschichte von Dr. Vilayanur Ramachandran und der Erfindung der Spiegeltherapie. Das Buch erklärt den neurologischen Kurzschluss: Wenn eine Gliedmaße fehlt, feuern die Nervenenden weiterhin Signale an das Gehirn, aber es kommt keine visuelle Bestätigung der Bewegung zurück. Das Gehirn gerät in Panik und interpretiert dieses Fehlen von Feedback als grausamen, verkrampften Schmerz.
Die Lösung war so simpel wie genial: Eine Box mit einem Spiegel. Der Patient legt den gesunden Arm vor den Spiegel und den amputierten Stumpf dahinter. Wenn er nun den gesunden Arm bewegt, sieht das Gehirn durch die optische Täuschung den "verlorenen" Arm wieder funktionieren. Die Blockade löst sich, der Schmerz verschwindet in Sekunden.
Entdecken Sie die unglaubliche Formbarkeit unseres Verstandes. Diese medizinische Sensation beweist, dass Schmerz keine rein mechanische Störung ist, sondern eine neurologische Illusion, die man durch geschicktes visuelles Hacking neu programmieren kann.
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- Artikel-Nr.: SW9783565290604110164
- Artikelnummer SW9783565290604110164
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Autor
Tobias Austerlitz
- Verlag epubli
- Seitenzahl 164
- Veröffentlichung 03.03.2026
- Barrierefreiheit
- ISBN 9783565290604