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Musikalische Geniestreiche

Musikalische Geniestreiche
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Dass die sogenannte abendländische Musik eine Fülle von musikalischen Kunstwerken hervorgebracht hat, die mit den Adjektiven 'einmalig', 'großartig', 'genial' etc. verbunden werden, ist Fakt. Die in dieser Abhandlung untersuchten Werke sowie die dargestellten Werkkonzeptionen und auch musikalischen Zukunftsvisionen – selbst wenn letztere unerfüllt blieben – gehören sicherlich ebenso zu einer solchen Auflistung dazu, doch weisen sie Besonderheiten auf, die über das 'Gewöhnliche', Normative hinausgehen: so z. B. im Blick auf Normabweichungen in formaler, harmonischer, struktureller oder konzeptioneller Hinsicht. Im Fokus der... alles anzeigen expand_more

Dass die sogenannte abendländische Musik eine Fülle von musikalischen Kunstwerken hervorgebracht hat, die mit den Adjektiven 'einmalig', 'großartig', 'genial' etc. verbunden werden, ist Fakt. Die in dieser Abhandlung untersuchten Werke sowie die dargestellten Werkkonzeptionen und auch musikalischen Zukunftsvisionen – selbst wenn letztere unerfüllt blieben – gehören sicherlich ebenso zu einer solchen Auflistung dazu, doch weisen sie Besonderheiten auf, die über das 'Gewöhnliche', Normative hinausgehen: so z. B. im Blick auf Normabweichungen in formaler, harmonischer, struktureller oder konzeptioneller Hinsicht.

Im Fokus der Betrachtungen in diesem Band stehen in zehn Kapiteln das Konzept der Musica enchiriadis sowie Kompositionen von Johannes Ockeghem und Romano Micheli, Wolfgang Amadeus Mozart, Ludwig van Beethoven, Anton Reicha, Frédéric Chopin, Hector Berlioz, Maurice Ravel, Anton Webern, György Ligeti und John Cage.



Dieter Torkewitz studierte Musikwissenschaft, Musiktheorie, Komposition und Klavier-Kammermusik und promovierte über Franz Liszt. Nach einer Professur an der Folkwang-Hochschule Essen lehrte er Musiktheorie an der Universität für Musik und darstellende Kunst Wien. Zuletzt veröffentlichte er "Analysen ausgewählter Werke von Komponisten des 19. Jahrhunderts" (hg. von Elisabeth Haas, 2024)



Vorwort





I. Ein früher Höhepunkt in der Geschichte

der europäischen Mehrstimmigkeit: Zur Musica enchiriadis



II. Im Klangrausch: Zur mehrstimmigen Kanonkunst

in der Renaissance und im Frühbarock, am Beispiel

von Johannes Ockeghem und Romano Micheli



III. Erwartung und Täuschung: Zu Wolfgang Amadeus Mozarts

Adagio h-Moll KV 540 für Klavier



IV. Ein musikalisches 'Quidproquo': Zum letzten Satz (Allegro molto)

von Ludwig van Beethovens dritter Sinfonie op. 55 und

den Klaviervariationen op. 35, mit einer Anmerkung zum

Allegretto der siebenten Sinfonie op. 92



V. Fuge oder Nicht-Fuge? Zu Anton Reichas 36 Fugen für Klavier,

nach einem neuen System op. 36



VI. Das unendliche Unisono: Zum Finale (Presto)

von Frédéric Chopins Klaviersonate b-Moll op. 35



VII. Un mélange de musique et de discours: Zu Lélio von Hector Berlioz



VIII. Durchorganisierte Instrumentation: Zum Bolero von Maurice Ravel



IX. Strukturelle Analogie: Zu Anton Weberns Bagatelle op. 9 Nr. 5

und dem ersten Satz des Cello-Konzertes von György Ligeti



X. Diskurs der Klänge: Zum Concert for Piano and Orchestra von John Cage



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