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Jüdische Identitäten und Antisemitismus im Punk

Jüdische Identitäten und Antisemitismus im Punk
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In nahezu allen Gesellschaftsbereichen erleben wir derzeit einen rasanten Anstieg von Antisemitismus. Darauf weisen aktuelle Forschungsergebnisse ebenso hin wie Statistiken von Melde- und Beratungsstellen wie RIAS und OFEK. Besonders bemerkenswert ist die Zunahme judenfeindlicher Vorfälle in alternativen und sich progressiv gebenden Milieus, die sich in ihrer Selbstwahrnehmung oftmals immun gegenüber solchen Tendenzen wähnen. In diesem Buch fragen sich die Autor:innen, wie eine Subkultur wie Punk, deren Geschichte und Gegenwart maßgeblich auch von jüdischen Protagonist:innen geprägt wurde und wird, anfällig für antisemitische Dynamiken werden... alles anzeigen expand_more

In nahezu allen Gesellschaftsbereichen erleben wir derzeit einen rasanten Anstieg von Antisemitismus. Darauf weisen aktuelle Forschungsergebnisse ebenso hin wie Statistiken von Melde- und Beratungsstellen wie RIAS und OFEK. Besonders bemerkenswert ist die Zunahme judenfeindlicher Vorfälle in alternativen und sich progressiv gebenden Milieus, die sich in ihrer Selbstwahrnehmung oftmals immun gegenüber solchen Tendenzen wähnen. In diesem Buch fragen sich die Autor:innen, wie eine Subkultur wie Punk, deren Geschichte und Gegenwart maßgeblich auch von jüdischen Protagonist:innen geprägt wurde und wird, anfällig für antisemitische Dynamiken werden konnte? Inwiefern setzen sich Punks gegen Antisemitismus zur Wehr? Wie erleben jüdische Punks – auch in Deutschland – die Entwicklungen seit dem Siebten Oktober? Was macht Subkulturen wie Punk dennoch auch für Juden und Jüdinnen noch immer attraktiv? Kann Punk ein Reservoir sein, für eine Kritik und Bekämpfung des Antisemitismus auf der Höhe der Zeit?

Mit Beiträgen von Andreas Borsch, Michael Croland, DVMP, Lara Dvorah, Jonas Engelmann, Georg Gläser, Itty Minchesta und Ulrich Gutmair, Nikolas Lelle, Monty Ott, Oz Ozon, Annica Peter, Punks against Antisemitism, Tina Sanders, Teresa Streiß, Klaus Walter, Tobias Johann, Alexander Stärck und Markus Streb.



ANDREAS BORSCH (geb. 1982) ist Historiker und Gründungsmitglied der Initiative Interdisziplinäre Antisemitismusforschung an der Universität Trier (IIA). Er arbeitet als politischer Bildner und promoviert daneben zur »Organisationsgeschichte der Gestapo Trier«. Seine Arbeitsschwerpunkte sind NS-Geschichte, insbesondere »Arisierung« und Gestapo, Anti semitismus sowie die (extreme) Rechte nach 1945 in der BRD. Er lebt und arbeitet in Trier.

TOBIAS JOHANN (geb.1988) ist Soziologe und passio nierter Fanzinemacher. Seine Arbeits- und Forschungsschwerpunkte sind Anti semi tismus, Rechtsterrorismus, Radikalisierungsprävention sowie Jugend- und Subkulturen. Zuletzt erschien in seiner Herausgeberschaft der Band »Lessons learnt? – Die rechtsterroristischen Anschläge von Halle und Hanau« (2024). Er lebt und arbeitet in Leipzig.

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