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Im Hohlraum der Negativität

Gotthard Günther und die Krisen des Idealismus

Der Philosoph, Logiker und Techniktheoretiker Gotthard Günther (1900–1984) gehört zu den vergessenen Protagonisten der Philosophiegeschichte des 20. Jahrhunderts. In seinem wechselhaften und intellektuell wie biographisch schillernden Werdegang spiegeln sich die Paradoxien und Widersprüche seiner Zeit auf der Ebene der philosophischen Theoriebildung wider. Günther beginnt seine zunächst vielversprechende Karriere 1933 als Neuidealist mit einer immanenten Kritik an Hegels Logik, wechselt dann im US-amerikanischen Exil auf das Terrain der formalen Logik, befasst sich schließlich mit den noch jungen kybernetischen Theorien zu künstlicher... alles anzeigen expand_more

Der Philosoph, Logiker und Techniktheoretiker Gotthard Günther (1900–1984) gehört zu den vergessenen Protagonisten der Philosophiegeschichte des 20. Jahrhunderts. In seinem wechselhaften und intellektuell wie biographisch schillernden Werdegang spiegeln sich die Paradoxien und Widersprüche seiner Zeit auf der Ebene der philosophischen Theoriebildung wider.

Günther beginnt seine zunächst vielversprechende Karriere 1933 als Neuidealist mit einer immanenten Kritik an Hegels Logik, wechselt dann im US-amerikanischen Exil auf das Terrain der formalen Logik, befasst sich schließlich mit den noch jungen kybernetischen Theorien zu künstlicher Intelligenz und wird Forschungsprofessor an einer Einrichtung zur Erforschung ›biologischer Computer‹. Zusammengehalten wird dieser Weg vom Idealisten zum (philosophischen) Techniker durch die Überzeugung, dass die bisherige klassisch-logische Grundlage unseres Verständnisses des menschlichen Geistes dessen wahre Kraft nicht zu freizulegen vermag und durch eine neue, »trans-klassische« Grundlage ersetzt werden muss. Die Antwort auf die Frage, wie dies geschehen könnte und wie eine solche Logik auszusehen hat, sucht Günther bei Hegel, Schelling und Fichte, ebenso aber im logischen Kalkül und schließlich in den kybernetischen Entwürfen von »mechanical brains«.

Das Buch von Christoph Görlich rekonstruiert den philosophischen und biographischen Weg Günthers, führt dabei in sein Werk ein und setzt sich mit der geschichtsphilosophischen Bedeutung der Günther'schen Konversion von der philosophischen Idee zum technologischen Entwurf auseinander.

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  • Artikelnummer SW9783787346349110164
  • Autor find_in_page Christoph Görlich
  • Autoreninformationen Christoph Görlich ist wissenschaftlicher Mitarbeiter am ICAM –… open_in_new Mehr erfahren
  • Verlag find_in_page Felix Meiner Verlag
  • Seitenzahl 288
  • Barrierefreiheit
    Aktuell liegen noch keine Informationen vor
  • ISBN 9783787346349

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