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Die unerfüllbare Sehnsucht nach Gewissheit
Ideale, Modelle und die sogenannte künstliche Intelligenz
Verloren hat er aber nicht seine Sehnsucht nach Gewissheit. Sie zu stillen versucht der Mensch, indem er sich «Idealität» unterwirft oder sich sogenannten «Tatsachen» unterstellt. Und besonders die Moderne scheint ihm eine neue Form von Gewissheit zu liefern: in Form der angeblichen Unbezweifelbarkeit naturwissenschaftlicher Modelle oder von Befunden, wie sie
künstliche Intelligenz hervorbringt.
Dass dieses Bestreben angesichts der Beschaffenheit der vorgefundenen Welt in die Irre geht, zeigt Martin Mosimann in seinem neuen Buch. Vielmehr gilt es, gegenüber «Idealen» und «Tatsachen» eine eigenständige Position zu finden. Dabei muss der Mensch jedoch auf Gewissheit verzichten: Er kann nur versuchen, sich gut verantwortete Positionen zu erarbeiten.
Martin Mosimann studierte Germanistik, Philosophie, Geschichte des Mittelalters und Geschichte der Neuzeit an der Universität Basel. Seit dem Abschluss seiner Promotion zum Thema Die «Mainauer Naturlehre» im Kontext der Wissenschaftsgeschichte arbeitete er als Gymnasiallehrer und ist als Publizist tätig. Bei Schwabe erschienen zuletzt Macht verstehen – Macht entgegentreten (2024) und Würde und Mut statt Heldentum (2025).
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- Artikel-Nr.: SW9783796556029110164
- Artikelnummer SW9783796556029110164
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Verlag
Schwabe Verlag (Basel)
- ISBN 9783796556029