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„Die Seele kann nicht leben, ohne zu empfangen“

Personsein und Gottfähigkeit, Versuch zu Edith Steins Endliches und ewiges Sein

„Die Seele kann nicht leben, ohne zu empfangen“
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Edith Stein fasziniert als Denkerin, die auf der Suche ist, als Frau und Akteurin ihrer Zeit, als Jüdin, Agnostikerin, Christin – in allem aber als Zeugin ihrer Hingabe an die Wahrheit. Die Philosophin schrieb ihr Hauptwerk, das philosophische und theologische Anthropologie miteinander verbindet, vor 90 Jahren im Kölner Karmel. Vermag die Meisterschülerin Edmund Husserls und katholische Ordensfrau plausibel zu machen, dass der Mensch von seinem personalen Sein her auf Gott verwiesen ist? Wer vermöchte es, wenn nicht sie, die die Mühe der Denkanstrengung gesucht hat, weil sie keinem Gefühl, keiner Herzenslust einfach nachgeben wollte und konnte,... alles anzeigen expand_more

Edith Stein fasziniert als Denkerin, die auf der Suche ist, als Frau und Akteurin ihrer Zeit, als Jüdin, Agnostikerin, Christin – in allem aber als Zeugin ihrer Hingabe an die Wahrheit. Die Philosophin schrieb ihr Hauptwerk, das philosophische und theologische Anthropologie miteinander verbindet, vor 90 Jahren im Kölner Karmel. Vermag die Meisterschülerin Edmund Husserls und katholische Ordensfrau plausibel zu machen, dass der Mensch von seinem personalen Sein her auf Gott verwiesen ist? Wer vermöchte es, wenn nicht sie, die die Mühe der Denkanstrengung gesucht hat, weil sie keinem Gefühl, keiner Herzenslust einfach nachgeben wollte und konnte, bevor sie sich nicht im Denken vergewissert hatte, dass sich diese Freude auf Wirkliches bezieht, und somit wahr, ja, selber diese Wahrheit ist, die von innen her ans Herze rührt. Edith Stein will zeigen, nachdem sie sich darüber im Denken hatte vergewissern können, dass der Mensch nicht leben kann, ohne sich selbst zu empfangen – aus der Welt, aus der mitmenschlichen Gemeinschaft, letztlich aber aus Gott. Dazu nimmt sie vielfältige Einflüsse auf in ihr Werk aus Phänomenologie, Existenzphilosophie, Neuscholastik und augustinisch-karmelitischer Tradition. Die vorliegende Arbeit versucht, diesen überaus lohnenden Denkweg in aller Gründlichkeit nachzugehen.



Inhaltsverzeichnis

Vorwort 9

1 EINFÜHRUNG 11

2 ZUR GEISTIGEN HERKUNFT VON „ENDLICHES UND EWIGES SEIN“ 15

2.1 Husserl und die Phänomenologie 15

2.2 Heidegger und die Existenzphilosophie 21

2.3 Thomas und die Neuscholastik 25

2.4 Augustinus und die karmelitische Tradition 32

3 PHILOSOPHISCHE ANTHROPOLOGIE 38

3.1 Hinführung 38

3.2 Die menschliche Person 43

3.2.1 Die Person als cogito 43

3.2.2 Die Person als Träger der menschlichen Natur 44

3.2.3 Die Person als Wurzelpunkt des Einzelseins 47

3.3 Der Bereich des Existierenden 49

3.3.1 Einteilung in Kategorien 49

3.3.2 Aufbau in Transzendentalien 54

3.3.3 Sein und Zeit 59

3.4 Die menschliche Natur 61

3.4.1 Das Wassein des Wesens 61

3.4.2 Seele, Leib und Geist 71

3.5 Der Logos 82

3.5.1 Seins- und Wesensgrund des Wirklichen 82

3.5.2 Ewiges Sein und erstes Seiendes 88

3.6 Schluss: Der Mensch als Geschˆpf 90

4 THEOLOGISCHE ANTHROPOLOGIE 91

4.1 Hinführung 91

4.2 Natur und Übernatur 94

4.3 Göttliches und menschliches Personsein 98

4.4 Der Raum der Seele 103

4.5 Das Gewissen 106

4.6 Der Seelengrund 108

4.7 Die Seelenburg 111

5 ERKENNTNISLEHRE 113

5.1 Verstand und Vernunft 113

5.2 Die Wahrnehmung des Herzens 116

5.3 Männliches und weibliches Erkennen 119

6 AUSBLICK 122

Literaturverzeichnis 127

Personenregister 135

Anhang mit fünf Schaubildern 137

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