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Briefwechsel zwischen Abaelard und Heloise mit der Leidensgeschichte Abaelards
Paris, Anfang des 12. Jahrhunderts. Ein Philosoph auf der Höhe seines Ruhms. Eine Schülerin von außergewöhnlicher Gelehrsamkeit. Eine Liebe, die beide alles kostet – und die dennoch nie aufhört.
Peter Abaelard war der schärfste Denker seiner Zeit, gefeiert an den Schulen von Paris, gefürchtet von Bischöfen und Kirchenvätern, die seine Kühnheit im Umgang mit Glaube und Vernunft als Bedrohung empfanden. Héloïse war seine Schülerin – und bald seine heimliche Frau. Als Héloïses Onkel Kanon Fulbert Rache nahm und Abaelard durch eine bezahlte Bande verstümmeln ließ, war das äußere Leben beider zerstört. Abaelard wurde Mönch. Héloïse wurde Nonne – nicht aus Berufung, wie sie mit erschütternder Offenheit gesteht, sondern aus Gehorsam gegenüber dem Mann, den sie liebte und dem sie noch im Kloster gehorsamer war als Gott.
Aus dieser Trennung entstand ein Briefwechsel, der zu den ergreifendsten Dokumenten der Weltliteratur gehört. Héloïses Briefe sind das Herz des Bandes: theologisch präzise, von unerschrockener Ehrlichkeit, durchzogen von einer Leidenschaft, die weder Klostermauern noch Jahrzehnte gelöscht haben. Abaelard antwortet als Theologe und Seelenführer – und verrät dabei, wie tief auch ihn die Vergangenheit noch bewegt. Den Briefen vorangestellt ist Abaelards Historia calamitatum – die "Geschichte meiner Leiden", eine der frühesten Autobiographien des abendländischen Mittelalters, schonungslos, stolz und von eigenartig moderner Selbstbeobachtung.
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- Artikel-Nr.: SW9783693430200110164
- Artikelnummer SW9783693430200110164
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Verlag
Jazzybee Verlag
- ISBN 9783693430200