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Böses Denken
Böses Denken - Eine provocative Untersuchung über die Ethik des Denkens von der renommierten Philosophin Bettina Stangneth
Die Gedanken sind frei, und jeder, der selber zu denken lernt, wird so frei werden wie sie. Das glauben wir jedenfalls. Weil wir fest davon überzeugt sind, dass es einen Zusammenhang zwischen Denken und Moral gibt, fordern Philosophen seit dem 18. Jahrhundert dazu auf, alles zu bedenken, eigene Überzeugungen zu entwickeln und konsequent danach zu handeln. Wer denkt, so hoffen wir, der mordet nicht. Wer aufrichtig seinen Überzeugungen folgt, macht die Welt besser.
Aber dann kam das 20. Jahrhundert und mit ihm der organisierte Massenmord, die Tat der denkenden Mörder. Und es kamen die Selbstmordattentäter, die alles andere als gedankenlos sind und dennoch töten. In Böses Denken stellt Bettina Stangneth, die mit ihrem Buch Eichmann vor Jerusalem international die Debatte über das Böse neu entfacht hat, eine unbequeme Frage: Haben wir wirklich das Recht zu jedem Gedanken, oder braucht auch das Denken eine Ethik?
Dieser elegant geschriebene Essay erklärt und erweitert klassische Konzepte des Bösen, denn wer das Böse bekämpfen will, muss es zunächst einmal erkennen. Es kommt schon lange nicht mehr nur als dummer Barbar, sadistischer Schläger oder gedankenloser Bürokrat daher, sondern mit verführerisch schlüssigen Argumenten. So sehr wir es uns auch gewünscht haben: Für uns Menschen ist nichts jenseits von Gut und Böse. Noch nicht einmal das Denken.
Bettina Stangneth ist unabhängige Philosophin aus Überzeugung. Sie studierte Philosophie in Hamburg, schrieb ihre Doktorarbeit über Immanuel Kant, forschte über Judenfeindlichkeit von der Aufklärung bis zum Nationalsozialismus, veröffentlichte vergessene philosophische Werke und widmet sich seither dem dialogischen Denken mit all seinen Risiken und Nebenwirkungen. 2020 erschien ihr Buch Sexkultur, es folgten Überforderung. Putin und die Deutschen 2023 sowie Club der Dilettanten. Warum niemand Bücher wirklich versteht, aber trotzdem jeder beim Lesen lernt (2025). Ihre Bücher wurden vielfach übersetzt und ausgezeichnet, zuletzt im August 2022 mit dem Internationalen Friedrich-Nietzsche-Preis.
Ein furioses Buch über die Entscheidung zum Bösen … Das Buch ist glänzend geschrieben und provoziert mit Witz wie bitterem Ernst.
Das radikal Böse in der Denktradition Immanuel Kants, daran hat die Philosophin Bettina Stangneth in ihrem grandiosen neuen Buch «Böses Denken» gerade wieder erinnert, ist nicht etwa deswegen radikal, weil es besonders abscheulich oder rücksichtslos wäre. «Radikal bezeichnet das, was den Menschen überhaupt auszeichnet.»
Ihr Buch ist eine Einladung zum Denken – zum konsequenten Denken, was heißt: zum Denken mit moralischen Konsequenzen. Es ist deshalb vielleicht die wichtigste Neuerscheinung dieses Jahres.
Bei dieser Kant-Interpretin schreitet Philosophie nicht als Meditation daher, sondern wirbelt die eigenen Gewissheiten auf. Eine herausfordernde Reflexion über das Böse, die aktueller nicht sein könnte.
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- Artikel-Nr.: SW9783644052611450914
- Artikelnummer SW9783644052611450914
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Autor
Bettina Stangneth
- Wasserzeichen ja
- Verlag Rowohlt E-Book
- Seitenzahl 179
- Barrierefreiheit
- Barrierefrei nach: EPUB Accessibility Spec 1.1
- Keine Lesegerät oder -software Optionen aktiv abgeschaltet/eingeschränkt
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- ISBN 9783644052611