Demokratie, Bildung und Teilhabe in der Migrationsgesellschaft

Kritische Perspektiven und pädagogische Herausforderungen

Deutschland ist eine Migrationsgesellschaft, Migration ist gesellschaftliche Normalität. nicht alle Menschen können jedoch gleichberechtigt an gesellschaftlichen Prozessen teilhaben, da mit dem Verweis auf "Migration" weiterhin Unterscheidungen von Gruppenzugehörigkeiten vorgenommen werden. Das stellt die Bildung und Pädagogik in der Demokratie vor Herausforderungen: Welche Teilhabehindernisse bestehen und wie kann in einer Gesellschaft mit migrationsbedingter Ungleichheit demokratiepädagogische Arbeit gelingen? Die Beiträge des Sammelbandes verhandeln das breite Spektrum an Herausforderungen und Ansätzen, die für eine inklusive und... alles anzeigen expand_more

Deutschland ist eine Migrationsgesellschaft, Migration ist gesellschaftliche Normalität. nicht alle Menschen können jedoch gleichberechtigt an gesellschaftlichen Prozessen teilhaben, da mit dem Verweis auf "Migration" weiterhin Unterscheidungen von Gruppenzugehörigkeiten vorgenommen werden. Das stellt die Bildung und Pädagogik in der Demokratie vor Herausforderungen: Welche Teilhabehindernisse bestehen und wie kann in einer Gesellschaft mit migrationsbedingter Ungleichheit demokratiepädagogische Arbeit gelingen? Die Beiträge des Sammelbandes verhandeln das breite Spektrum an Herausforderungen und Ansätzen, die für eine inklusive und diskriminierungskritische Demokratiebildung in der Migrationsgesellschaft notwendig sind.



CHRISTINE ACHENBACH,

Jahrgang 1981, ist diplomierte Sozialpädagogin und hat einen Master in Demokratiepädagogik der Freien Universität Berlin. Sie beschäftigt sich u. a. mit Demokratiebildung in der Digitalität und war in der Schulentwicklung in Berlin tätig. Aktuell arbeitet sie als wissenschaftliche Mitarbeiterin an der Universität Münster in dem Projekt ProKIS – Prozesse KI-bezogenen Wandels in der Schule partizipativ gestalten. Sie ist im Bundesvorstand der Deutschen Gesellschaft für Demokratiepädagogik.







PIERRE ASISI

ist wissenschaftlicher Mitarbeiter mit Schwerpunkt auf historische politische Bildung und multidirektionales Erinnern im Berliner Büro von ufuq.de. Dort leitet er das Projekt "kiez:story", in dem Jugendliche sich selbst auf die Suche nach Geschichtszeugnissen in ihrem Kiez und familiären Umfeld machen. Asisi hat Politikwissenschaft mit den Schwerpunkten "Das politische System im Iran" und "Das EUropäische Grenzregime" in Wien studiert.







DR. DENNIS BARASI

absolvierte sein Lehramtsstudium mit den Fächern Mathematik und Geschichtswissenschaft im Dezember 2016 an der Universität Bremen. Anschließend arbeitete er bis Oktober 2022 als wissenschaftlicher Mitarbeiter und Lektor am Arbeitsbereich Bildung in der Migrationsgesellschaft an der Universität Bremen. In dieser Zeit untersuchte er im Rahmen seiner Promotion die Professionalisierung von Lehramtsstudierenden rassismuskritisch. Seitdem arbeitet er als Lektor am selbigen Arbeitsbereich. Barasis Arbeitsschwerpunkte sind Rassismuskritik, politische und weltanschauliche Positionierung, Lehrer*innenprofessionalisierung in der Migrationsgesellschaft und die Grounded Theory Methodology. Er wurde 2018 mit dem Augsburger Wissenschaftspreis für Interkulturelle Studien ausgezeichnet.







DR. MICHAEL BIGOS

ist Vertretungsprofessor für Soziologie und Internationale soziale Arbeit an der Fachhochschule Erfurt. Seine Arbeits- und Forschungsschwerpunkte sind soziale Ungleichheit, Demokratiebildung, Diversität und (digitale) Teilhabe. Außerdem leitet er das digiLab an der Universität Mainz.







SEZEN ÇAKMAK

ist wissenschaftliche Mitarbeiterin am Fachgebiet Lehren und Lernen in der Migrationsgesellschaft am Institut für Erziehungswissenschaft der Technischen Universität Berlin. Zu ihren Forschungs- und Arbeitsschwerpunkten gehören die Intersektionalitätsforschung mit Fokus auf den Differenzkategorien race, class und gender, migrationsgesellschaftliche Differenz- und Zugehörigkeitsordnungen in Schulen sowie die rassismuskritische Familienbildung im Kontext von Migrationsverhältnissen. Im Rahmen ihrer Doktorarbeit forscht sie zu Familienkonstruktionen und elterlichen Handlungsstrategien von muslimisch markierten Eltern an weiterführenden Schulen in Berlin. Zudem arbeitet sie zu Methoden der qualitativen Sozialforschung, insbesondere biographischen und intersektionalen Ansätzen.







JONATHAN CZOLLEK,

Studium der Psychologie an den Universitäten Münster, Granada und Oslo mit Schwerpunkten in pädagogischer und klinischer Psychologie sowie in der Verbindung von Psychologie und Diskriminierungsforschung. Aktuell Promotion an der Universität zu Lübeck. Seit 2019 Ausbildner:in am Institut Social Justice & Radical Diversity. Seit 2021 Gründungsmitglied des Instituts für Diversitätspsychologie und Mitglied der Kommission Diversität, Inklusion und Chancengerechtigkeit der Deutschen Gesellschaft für Psychologie. Seit 2022 therapeutische Tätigkeit in der Institutsambulanz des IF Weinheim. Seit 2024 Mitglied des psychologischen Teams von OFEK. Schwerpunkte in Therapie, Forschung und Bildungsarbeit: Diversitätspsychologie, Diskriminierungskritik in der Psychotherapie, Intersektionalität, Systemische Therapie und Beratung.







ATAHAN DEMIREL

arbeitet als Referent in der politischen Kommunikation beim Kompetenznetzwerk für das Zusammenleben in der Migrationsgesellschaft.



Vorwort



LENA KAHLE

Einleitung – Demokratie lernen in der Migrationsgesellschaft



I. Theoretische Zugänge zu Bildung in der Migrationsgesellschaft



AYSUN DOĞMUŞ

De-/Platzierung, Doppelbotschaft und De-/Thematisierung

Rassismus im schulischen Bildungskontext der Migrationsgesellschaft und die Antwort kritischer Reflexion als Praxis der Verantwortung



MICHAEL BIGOS, FIN KASTEN & CHRISTINA MÄSING

Demokratische Räume in der Migrationsgesellschaft

Zwischen Ausschluss, Limitationen und konstruierter Inklusion



II. Perspektiven aus und auf Schule



ANNE GABRIKOWSKI

Soziale Wertschätzung als Potenzial demokratischer Schulkultur



YASEMIN KARAKAŞOĞLU & DENNIS BARASI

"Also politische Themen. Da habe ich mich nahezu immer zurückgehalten." Demokratietheoretisch relevantes Strategisches Schweigen im Diskursraum Lehramtsseminar



SEZEN ÇAKMAK

Elternpartizipation an Schulen in der Migrationsgesellschaft

Eine hegemonietheoretische Analyse von Machtverhältnissen und Demokratisierungspotenzialen



SARA SAMIR & ALINE ZUBI

Kerncurriculum und Kanon: Reproduktion kolonialer Bilder und Verhältnisse an weiterführenden Schulen? Eine Reflexion über die Schulpraxis und Handlungsmöglichkeiten als pädagogisch Professionelle



SEBASTIAN FELSNER & SABINE MÜHLICH

Partizipative Schulentwicklung als Baustein zu mehr Chancengerechtigkeit



III. Praktische Ansätze in lebensweltlichen Kontexten



ANNA FRIEDRICH & ATAHAN DEMIREL

Impulse für eine migrationssensible und rassismuskritische Kinder- und Jugendhilfe



DEMOKRAT RAMADANI & DIANA FINKELE

Radikale Vielfalt, radikale Demokratie und radikale Pädagogik

Kommunen brauchen demokratiepädagogische Strategien



JONATHAN CZOLLEK, SAMJA ZIEROTT & ELEAN WAHODE

KrAch machen – Diversitätspsychologische Demokratiebildung am Beispiel der Methode 'Kritische Achtsamkeit' (KrAch)



TEAM DISRUPTIF E. V.

Mit einer intersektional-feministischen Brille auf die Demokratiebildung blicken



PIERRE ASISI

Silvester, Freibäder, Freies Palästina! Kontinuitäten der rassistischen "Integrationsdebatte" mit Fokus auf Neukölln und ihre Thematisierung in der politischen Bildung am Beispiel des Projekts kiez:story

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