Spionagestadt Wien

Ein historischer Reiseführer

Seit den Tagen der Donaumonarchie ist Wien eine der wichtigsten internationalen Drehscheiben für Spionage. An zahllosen Schauplätzen der Stadt ereigneten sich über Jahrzehnte hinweg geheimdienstliche Aktivitäten. In Thomas Rieglers Buch "Spionagestadt Wien" werden sie zum ersten Mal in Form eines historischen Reiseführers aufbereitet. Es geht um Wiener Hotels und Kaffeehäuser, in denen Spionage­geschichte geschrieben wurde. Im Vordergrund stehen die vielen großen und kleinen Episoden, die den Ruf der Donaumetropole als Stadt der Spione begründen: vom Verrat des "Jahrhundertspions" Alfred Redl über den Schattenkrieg der... alles anzeigen expand_more

Seit den Tagen der Donaumonarchie ist Wien eine der wichtigsten internationalen Drehscheiben für Spionage. An zahllosen Schauplätzen der Stadt ereigneten sich über Jahrzehnte hinweg geheimdienstliche Aktivitäten. In Thomas Rieglers Buch "Spionagestadt Wien" werden sie zum ersten Mal in Form eines historischen Reiseführers aufbereitet.



Es geht um Wiener Hotels und Kaffeehäuser, in denen Spionage­geschichte geschrieben wurde. Im Vordergrund stehen die vielen großen und kleinen Episoden, die den Ruf der Donaumetropole als Stadt der Spione begründen: vom Verrat des "Jahrhundertspions" Alfred Redl über den Schattenkrieg der Geheimdienste aus Ost und West in den späten 1940er-Jahren bis hin zur aktuell viel diskutierten Rolle Wiens als Operationsfeld für russische Nachrichtendienste.



Riegler berichtet auch darüber, wie die CIA im Verbund mit dem Gewerkschaftsführer Franz Olah den Guerillakrieg gegen die Rote Armee im Nachkriegsösterreich vorbereitete, wo die Briten Spionagetunnel in Wien anlegten und wie Hans Maršálek in einem Haus am Deutschmeisterplatz die Wiener Staatspolizei mit aufbaute. Sein Enkel, Jan Maršálek, ehemaliges Vorstandsmitglied von Wirecard, gilt als Schlüsselfigur eines aktuellen Spionageskandals.



Von der Zeit des Zaren bis zu Wladimir Putin wird das Wirken der russischen und sowjetischen Geheimdienste in Wien ebenso dokumentiert wie jenes der US-Amerikaner – von der "NSA-Villa" bis zur "Hütte" am heutigen IZD-Tower.



Die Publikation ist eine nüchterne und quellenfundierte Bestandsaufnahme der Geschichte der Spionage in Wien. Sie beantwortet zentrale Fragen, wie viele Agenten tatsächlich in der Stadt aktiv und wer die Hauptakteure sind – und wo die "Hotspots" liegen.



Thomas Riegler, Jahrgang 1977, studierte Geschichte und Politikwissenschaften an den Universitäten Wien und Edinburgh. Zu seinen Veröffentlichungen zählen unter anderem: "Der Wiener Spionagezirkel. Kim Philby, österreichische Emigranten und der sowjetische Geheimdienst" (Wien 2024) sowie "Österreichs geheime Dienste. Eine neue Geschichte" (Wien 2022).



Eine Agentengeschichte

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