Beam Shop

Eduard Bernstein zur Einführung

Marxismus und Revisionismus

Zweihundert Jahre Systemkritik für systematische Weltverbesserer. In 36 Bänden führt die »Edition Marxismen« von Ingar Solty in die wichtigsten Denkerinnen und Denker des Marxismus ein. Der fünfte Band behandelt Eduard Bernstein sowie Marxismus und Revisionismus. Ingar Solty, Jahrgang 1979, ist Sozial- und Literaturwissenschaftler und arbeitet als Referent für Außen-, Friedens- und Sicherheitspolitik am Zentrum für Gesellschaftsanalyse und politische Bildung der Rosa-Luxemburg-Stiftung in Berlin. Er ist Autor und Herausgeber zahlreicher Bücher zu Fragen der politischen Ökonomie, der politischen Theorie und... alles anzeigen expand_more

Zweihundert Jahre Systemkritik für systematische Weltverbesserer. In 36 Bänden führt die »Edition Marxismen« von Ingar Solty in die wichtigsten Denkerinnen und Denker des Marxismus ein. Der fünfte Band behandelt Eduard Bernstein sowie Marxismus und Revisionismus.



Ingar Solty, Jahrgang 1979, ist Sozial- und Literaturwissenschaftler und arbeitet als Referent für Außen-, Friedens- und Sicherheitspolitik am Zentrum für Gesellschaftsanalyse und politische Bildung der Rosa-Luxemburg-Stiftung in Berlin.



Er ist Autor und Herausgeber zahlreicher Bücher zu Fragen der politischen Ökonomie, der politischen Theorie und Ideengeschichte sowie der Literatur und Kultur, darunter "Die USA unter Obama" (2013), "Richtige Literatur im Falschen" (2016), "Literatur in der neuen Klassengesellschaft" (2020), "Auf den Schultern von Karl Marx" (2020) und "Der postliberale Kapitalismus" (2025).



Neben seiner Arbeit für Fachzeitschriften wie "Zeitschrift für Internationale Beziehungen", "Monthly Review" und "Socialist Register" publiziert Solty breit in der Tagespresse, u. a. in "Der Freitag", "Berliner Zeitung", der "taz" und "Jacobin".



Als Experte war er Sachverständiger im haushaltspolitischen und Auswärtigen Ausschuss im Deutschen Bundestag und tritt regelmäßig in Hörfunk und Fernsehen auf, u. a. im Deutschlandfunk, Deutschlandradio Kultur, ARD, Phoenix, MDR, rbb, Deutsche Welle, Al Jazeera, Canadian Broadcasting Corporation usw.



1. Der junge Eduard Bernstein: Vom Marxismus zum Revisionismus, 1850–188

2. Bernsteins Entwicklung vom »Marxisten« zum»Revisionisten«, 1888–1899

3. Die theoretische und politische Systematik von Bernsteins Revisionismus

4. Die Kritik der Marx'schen Werttheorie

5. Kritik der Krisentheorie oder: Der ausbleibende Zusammenbruch

6. Arbeiterwohlstand statt Verelendung

7. Erhalt der Zwischenklassen statt Polarisierung der Klassen

8. Die erste, politische Konsequenz: Gradualismus und Demokratie-Fetischisierung statt Revolution

9. Die zweite, politische Konsequenz: Bündnispolitik mit nichtproletarischen, bürgerlichen Parteien statt klassenpolitischer Sozialismus

10. Die dritte, ideologische Konsequenz: »Ethischer Sozialismus« für alle als Anrufung

11. Opportunismus als Symptom: Historische Strukturelemente des Revisionismus

12. Die Verbürgerlichung der Partei

13. Organisationspolitischer Strukturkonservatismus: Der Streit mit der linksradikalen »Jungen Opposition«

14. Als die Katastrophe dann doch kam: Die Widerlegung von Bernsteins Gradualismus durch die Realgeschichte, 1900–1918

15. Nationalinteressen, Aufrüstung und Imperialismus oder: Die Verstaatlichung linker Politik

16. Bernstein und der (Kolonial-)Imperialismus

17. Revision des Revisionismus nachdem Ersten Weltkrieg?

18. Pazifist Bernstein?

19. Vom Triumph über den Revisionismus zum Triumph des Revisionismus

20. Bernstein als Symbolfigur und Legitimationsfolie

21. Von Bernstein lernen



»Ingar Soltys ›Edition Marxismen‹ liefert Sozialistinnen und Sozialisten einen zugänglichen Einstieg in die Verbindung von Theorie und Politik.

Sie enthält, was Marx, Engels und Lenin, Kautsky, Bernstein und Luxemburg, Gramsci, Trotzki und Mao, Lukacs, Poulantzas und E.P. Thompson, Benjamin, Brecht und Rossanda, Amin, Fanon und C.L.R. James, Panitch, Harvey und Gerstenberger in der Vergangenheit geschrieben haben – und was uns heute hilft, die Bruchstellen des Kapitalismus zu erkennen, damit wir ein neues und besseres Morgen aufbauen können.

Die Edition ist von unschätzbarem Wert und ich bin stolz darauf, dieses Projekt zu unterstützen.«



»Die dramatischen Krisen und beängstigenden Umbrüche in der Welt, in der wir leben, lassen sich ohne Theorie nicht begreifen. Theoretische Begriffe geben uns das Werkzeug in die Hand, um diese Welt zu verstehen und zu verändern. Um die Theorie steht es aber nicht gut. In den Universitäten fristet sie immer mehr eine Randexistenz. Umso wichtiger ist darum die ›Edition Marxismen‹ von Ingar Solty, die gegen die grassierende Theoriearmut in verständlicher Sprache wesentliche Werkzeuge einer kritischen Theorie der Gesellschaft zugänglich macht. Ein Arsenal von Ideen, in denen die zielgerichtete Praxis zur Wendung der Welt zum Besseren schlummert.«



»Ohne Theorie schauen wir nur, aber sehen nicht. Deshalb ist die ›Edition Marxismen‹ ein ebenso wichtiges wie mutiges Projekt in diesen denkfaulen Zeiten. Ingar Solty legt aus Büchern ein stabiles Fundament, auf dem wir künftig stehen und kämpfen können.«



»Ein gigantisches Projekt: Richtige Antworten in schwierigen Zeiten!«



»Für mich sind die Arbeiten von Ingar Solty ein Rettungsanker der Klarheit. Ich ziehe jedes Mal sehr viel daraus.«



»Die beste Einführungsreihe in den Marxismus, die es gibt.«



»Ingar Soltys "Edition Marxismen" ist das immens wichtige Projekt eines scharfsinnigen und originellen radikalen Wissenschaftlers. Die Edition, die einige der wichtigsten Denker und Praktiker des internationalen Sozialismus beinhaltet, wird einen enormen Beitrag zur Bildung der Linken weltweit leisten. Ich erwarte, dass sich Soltys Reihe als unverzichtbare Quelle für alle etablieren wird, die sich für Alternativen zum Kapitalismus interessieren. Sie könnte zu keinem günstigeren Zeitpunkt erscheinen.«



Der weltweite Aufstieg der extremen Rechten ist untrennbar mit dem Versagen der marxistischen Linken verbunden. Diese Versäumnisse sind umso bedeutsamer, wenn man sich die offensichtlichen aktuellen Möglichkeiten vor Augen führt. Die Frustration der Arbeiterklasse ist heute riesig, die kapitalistischen Institutionen sind weitgehend delegitimiert. Zugleich ist die Unfähigkeit der bestehenden Organisationen der Arbeiterklasse, den Angriffen auf die lohnarbeitenden Menschen wirksam zu begegnen, offenkundig geworden. Es wäre vor diesem Hintergrund ein unverzeihlicher Fehler, die reiche Tradition, die auf Marx aufgebaut wurde, über Bord zu werfen. Die historischen Unzulänglichkeiten der Linken haben mehr mit der Abkehr vom sozialistischen Projekt und der ihm zugrunde liegenden Analyse zu tun als mit den realen, aber korrigierbaren Unzulänglichkeiten des Marxismus.



Der junge Marx ist berühmt für seine Aussage, dass »die Philosophen die Welt bisher nur auf verschiedene Weise interpretiert haben«, es aber doch »draufankommt, sie zu verändern«. Trotzdem verbrachte Marx den Rest seines erwachsenen Lebens damit, sich mit der »Interpretation der Welt« zu befassen. Sein monumentales Werk Das Kapital war ein Versuch, die entstehende kapitalistische Ordnung als Voraussetzung für ihre Veränderung zu begreifen. Das ist eine Sackgasse. Aber die sozialistische Vision, die Notwendigkeit, die Dynamik des Kapitalismus zu analysieren, die über Jahre sich vollziehende Entwicklung einer Theorie des kapitalistischen Staates und – vor allem – die Herausforderung, die organisatorischen Komplexitäten der Formierung von Klassen in den Griff zu bekommen, sind nach wie vor gültig. Wir fangen dabei nicht von Null an. Aber wir müssen das Beste der marxistischen Tradition kritisch überdenken und es uns wieder aneignen. Wir müssen uns, illusionslos, in schöpferischer Weise mit unseren Enttäuschungen auseinandersetzen, die wir bei der Umgestaltung der Welt erlebt haben.



Wir dürfen , die analytische Dimension dieser Aufgabe nicht unterschätzen. In seinen späten Jahren stellte Marx treffend fest: »Es gibt keinen Königsweg für die Wissenschaft, und nur jene haben das Glück, auf ihre leuchtenden Gipfel zu gelangen, die nicht fürchten, beim Erklimmen ihrer steilen Pfade zu ermüden.« Ingar Soltys Edition Marxismen wendet sich als eine Reihe zugänglicher Monografien an eine Generation, die angesichts der Ungleichheiten, Unsicherheiten und Einschränkung der menschlichen Möglichkeiten sowie der Bedrohung unserer Umwelt durch den Kapitalismus zunehmend offen dafür ist, dass das Radikale jetzt das »Praktische« ist. Zusammen dienen diese kurzen Bücher als Einführung in die gesammelten Einsichten und Fehltritte unserer Vorgänger. Sie stellen einen ehrgeizigen und spannenden Beitrag zu dem noch immer ungelösten Dilemmata dar, die »steilen Pfade« ohne Ermüden auf sich nehmen zu müssen, um die »leuchtenden Gipfel« zu erreichen.

weniger anzeigen expand_less
Weiterführende Links zu "Eduard Bernstein zur Einführung"

Versandkostenfreie Lieferung! (eBook-Download)

Als Sofort-Download verfügbar

eBook
6,99 €

  • SW9783691510171110164

Ein Blick ins Buch

Book2Look-Leseprobe

Andere kauften auch

Andere sahen sich auch an

info