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Landwirtschaft zwischen Ökonomie und Ökologie

Eine transdisziplinäre Problemstudie zur Nachhaltigkeit

Landwirtschaft zwischen Ökonomie und Ökologie
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Die Landwirtschaft steckt in einem Dilemma: Wachsende Weltbevölkerung und steigende Lebensmittelnachfrage drängen zur Ausweitung industrieller Produktion. Doch genau diese befeuert Klimawandel und Artensterben und gefährdet damit wiederum die Ernährungssicherheit. Thorsten Hippe analysiert agrarwirtschaftliche und wirtschaftspolitische Lösungskonzepte, bewertet deren Erfolgschancen und untersucht, warum eine ökologische Reform des Agrarsektors so schwierig ist. 1 Frage- und Problemstellung: Landwirtschaft im ökonomisch-ökologischen Dilemma? 2 Problemdefinition und –umfang: Ausmaß und Wirkweise der ökologischen Probleme der... alles anzeigen expand_more

Die Landwirtschaft steckt in einem Dilemma: Wachsende Weltbevölkerung und steigende Lebensmittelnachfrage drängen zur Ausweitung industrieller Produktion. Doch genau diese befeuert Klimawandel und Artensterben und gefährdet damit wiederum die Ernährungssicherheit. Thorsten Hippe analysiert agrarwirtschaftliche und wirtschaftspolitische Lösungskonzepte, bewertet deren Erfolgschancen und untersucht, warum eine ökologische Reform des Agrarsektors so schwierig ist.



1 Frage- und Problemstellung: Landwirtschaft im ökonomisch-ökologischen Dilemma?

2 Problemdefinition und –umfang: Ausmaß und Wirkweise der ökologischen Probleme der Landwirtschaft

2.1 Rückgang der Biodiversität

2.1.1 Ausmaß des Rückgangs der Biodiversität

2.1.2 Ursachen des Rückgangs der Biodiversität

2.2 Nitratbelastung des Grundwassers

2.3 Globale Erwärmung

2.4 Bodendegradation

2.5 Externe Kosten

3 Problementstehung: Historische Genese der industriellen Landwirtschaft

3.1 Die (biologisch fundierte) „Erste Agrarrevolution“

3.2 Die (fossil-industriell fundierte) „Zweite Agrarrevolution“ als Folge des Haber-Bosch-Verfahrens

3.3 Umweltprobleme in der Landwirtschaft als Folge eines Sozialen Dilemmas

4 Agrarwirtschaftliche Problemlösungskonzepte

4.1 Konsistenz-Konzept I: Ökologischer Landbau (ÖLB)

4.2 Suffizienz-Konzepte: Reduktion (oder Stopp?) der Produktion und des Konsums tierischer Produkte

4.2.1 Vegane Ernährung

4.2.2 Ernährung auf Basis einer Tierhaltung ohne Nahrungskonkurrenz

4.2.3 Nutzung der Flächeneinsparung für mehr ÖLB oder für wiedervernässte Moore?

4.3 Ökomodernistische Effizienz-Konzepte: Digitale Präzisionslandwirtschaft und molekularbiologische Präzisionsgenetik

4.3.1 Digitale Präzisionslandwirtschaft

4.3.2 Molekularbiologische Präzisionsgenetik

4.4 Konsistenz-Konzept II: Polykultur- und Agroforstsysteme

4.4.1 Das erste Prinzip: Anbau in Mischkulturen

4.4.2 Das zweite Prinzip: Integration vieler Bäume und Büsche

4.4.3 Das dritte Prinzip: Dichte Bepflanzung, Bedeckung und Schonung des Bodens

4.4.4 Das vierte Prinzip: Extensive Rotationsbeweidung

4.4.5 Vor- und Nachteile

4.5 Zwischenfazit: Vergleich der agrarwirtschaftlichen Problemlösungskonzepte

5 Politische Problembearbeitung

5.1 Globale Ebene

5.1.1 Biodiversitätskonvention der Vereinten Nationen

5.1.2 Klimarahmenkonvention der Vereinten Nationen

5.2 Europäische Ebene

5.2.1 EU-Richtlinien zur Regulierung des Agrarumweltschutzes

5.2.2 Die Gemeinsame Agrarpolitik (GAP) von 1962 - 2022

5.2.3 Green Deal, Farm-to-Fork- und Biodiversitätsstrategie

5.3 Nationale Ebene

5.3.1 Bundesklimaschutzgesetz

5.3.2 Bundesnaturschutzgesetz

5.3.3 Bundesbodenschutzgesetz

5.3.4 Pflanzenschutzgesetz

5.3.5 Düngegesetz

6 Sozialwissenschaftliche Problemlösungsinstrumente

6.1 Ökologische Subventionen: öffentliches Geld (nur) für öffentliche Güter

6.1.1 Maßnahmenbasierte oder ergebnisorientierte Subventionszahlungen?

6.1.2 Einzelbetriebliche oder überbetrieblich-kollektive Subventionszahlungen?

6.1.3 Höhe der Subventionsprämien

6.1.4 Finanzpolitische Kosten der Subventionen

6.2 Verursacherprinzip: Bepreisung negativer externer Effekte

6.2.1 Bepreisung der landwirtschaftlichen Produktion

6.2.2 Bepreisung des Nahrungsmittel-Konsums: Klima-Steuer auf Tierprodukte

6.2.3 Zwischenfazit

6.3 Grenzausgleichsabgaben: Bepreisung von Agrar-Importen

6.4 Zölle statt Grenzausgleichsabgaben?

7 Restriktionen: Hindernisse und Hürden der Problemlösung

7.1 Ökonomischer Kosten- und Wettbewerbsdruck

7.1.1 Ökologisch konditionierte Subventionen als Lösung?

7.1.2 Ökologische Lenkungsabgaben als Lösung?

7.2 Politische Interessen und Macht(verhältnisse)

7.2.1 Rolle der EU-Kommission

7.2.2 Rolle des EU Ministerrats für Landwirtschaft und Fischerei

7.2.3 Rolle des Europäischen Parlaments

7.2.4 Rolle des politischen Kontexts

7.3 Politisches Misstrauen, kognitive Wahrnehmungen, kulturelle Präferenzen und normative Einstellungen

7.3.1 Farmer*innen

7.3.2 Bürger*innen und Verbraucher*innen

8 Resümee

Literatur



Dr. Thorsten Hippe, Wissenschaftlicher Mitarbeiter, Universität zu Köln, Humanwissenschaftliche Fakultät, Arbeitsbereich Sozialwissenschaften mit dem Schwerpunkt ökonomische Bildung.

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