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Demokratie neu gestalten

Wege in eine bürgernahe Zukunft

Demokratie neu gestalten
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Autoritäre und extrem rechte Strömungen nehmen weltweit zu, das Vertrauen in demokratische Institutionen sinkt. Hinzu kommen vielfältige geopolitische Krisen, die sich gegenseitig verstärken und die Aussichten auf eine lebenswerte Zukunft verdunkeln. Einfache Lösungswege sind nicht in Sicht und schmerzliche Zielkonflikte müssen ausgehalten werden. Wie kann Demokratie in dieser Situation gestärkt und bürgernah gestaltet werden? Dieses Buch zeigt Wege auf, wie deliberative Prozesse – also die Einbindung von Bürgerinnen und Bürgern in die politische Willensbildung – die Demokratie beleben, politische Entscheidungen... alles anzeigen expand_more

Autoritäre und extrem rechte Strömungen nehmen weltweit zu, das Vertrauen in demokratische Institutionen sinkt. Hinzu kommen vielfältige geopolitische Krisen, die sich gegenseitig verstärken und die Aussichten auf eine lebenswerte Zukunft verdunkeln. Einfache Lösungswege sind nicht in Sicht und schmerzliche Zielkonflikte müssen ausgehalten werden.

Wie kann Demokratie in dieser Situation gestärkt und bürgernah gestaltet werden? Dieses Buch zeigt Wege auf, wie deliberative Prozesse – also die Einbindung von Bürgerinnen und Bürgern in die politische Willensbildung – die Demokratie beleben, politische Entscheidungen verbessern und die vielfältigen Krisen unserer Zeit konstruktiv adressieren können. Ortwin Renn leistet mit dieser Publikation einen theoretisch fundierten und praktisch überzeugenden Beitrag zur Diskussion über die Zukunft der Demokratie.



Geleitwort: Bürgerbeteiligung als dialogisches Versprechen. Von Barbara Bosch

Einführung

TEIL I AUSGANGSSITUATION: WAS GEFÄHRDET UNSERE DEMOKRATIE?

Verlust von Gewissheit und Orientierung

Betriebsstörung: die Unfähigkeit zu kommunizieren

Verdrehte Wahrheiten: Wie belastbar ist unser Wissen?

Die drei kopernikanischen Wenden unseres Verständnisses von belastbarem Wissen

Belastbares Wissen ist kein Wünsch-dir-was-Konzert

Die schleichende Erosion demokratischer Prinzipien

Postfaktische Verwirrung: neues Kennzeichen der politischen Kultur

Die sozialen Medien: Brandbeschleuniger der Desinformation

Misstrauen und Polarisierung: Gift für gemeinschaftliches Handeln

Verspieltes Vertrauen: Jeder für sich und alle gegen die da oben

Abschied vom binären Denken: Zielkonflikte anerkennen

Quo vadis, Deutschland: Wohin steuern wir unsere Demokratie?

TEIL II GRUNDLAGEN: DER DREIKLANG VON GESELLSCHAFTSTHEORIE, DEMOKRATIEKONZEPTEN UND BETEILIGUNGSMODELLEN

Was die Gesellschaft zusammenhält: die vier grundlegenden Funktionssysteme

Ein Haus braucht ein Fundament – so auch jedes theoretische Konzept

Was wirkt? Grundlagen einer funktionalen Theorie der Gesellschaft

Was eine Gesellschaft zusammenhält: vier basale Funktionen

Die vier Handlungssysteme: Formen gesellschaftlicher Arbeitsteilung

Was macht eine Demokratie aus? Vier Konzepte demokratischer Staatsformen

Demokratie ist mehr als Wählen: ein multifunktionaler Ansatz

Konzepte der Demokratie: vier stechen hervor

Die Einordnung der vier Konzepte in das funktionalistische Gedankengebäude

Modelle der Beteiligung: Wege zu einer lebendigen und funktionsfähigen Demokratie

Das dezisionistische Modell der Beteiligung: Trennung von Evidenz und Wünschbarkeit

Das utilitaristische Modell der Beteiligung: Nutzengewinn für alle

Das deliberative Modell der Beteiligung: Wettstreit der Argumente

Das postmoderne Modell der Beteiligung: Man kann sich nur arrangieren

Beteiligungsmodelle auf dem Prüfstand: Nur gemeinsam sind sie stark

Fazit: die Sinfonie der Beteiligung

TEIL III PRAXIS: WAS HAT SICH BEWÄHRT?

Inklusion: Wer ist drinnen, wer bleibt draußen?

Erfahrung als Erkenntnisquelle

Die Notwendigkeit der Auswahl: Wer repräsentiert wen?

Einbezug von Interessen und Werten: der Runde Tisch

Einbezug von Evidenz: Umgang mit sich widersprechenden Expertisen

Einbezug von Präferenzen und Werten: Wer vertritt die breite Bürgerschaft?

Auf die richtige Mischung kommt es an: Kombinationen von Formaten

Die Innenwelt der Beteiligung: Instrumente und Strategien der Moderation

Die Rechnung ohne den Wirt gemacht: Anforderungen an eine gelingende Beteiligung

Moderationstechniken und Instrumente: Was passt zu den jeweiligen Formaten?

Das leidige Ende: Beschlussfassung und Transfer in die Politik

Am Ende muss ein klares Ergebnis stehen

Ein Glas Sekt, und dann war es das auch …

TEIL IV AUSBLICK: REFORMEN FÜR EINE LEBENDIGE UND VIELFÄLTIGE DEMOKRATIE

Fazit: Warum wir heute Beteiligung mehr denn je brauchen

Sternstunde für Populistische Bewegungen

Versprechen der Moderne ziehen immer weniger

Ein funktionalistisches Verständnis von Demokratie und Beteiligung

Notwendigkeit, Formate miteinander zu kombinieren

Die Praxis: Lichtblicke, aber auch Schattenseiten

Fünf zentrale Forderungen an Politik und Gesellschaft

Commitment der politischen und gesellschaftlichen Akteure schaffen und stärken

Aus- und Fortbildung für Organisation, Design, Prozesssteuerung und Moderation von Beteiligungsverfahren ausbauen und verstetigen

Transfer der Ergebnisse durch Verträge oder gesetzliche Vorschriften sicherstellen

Intermediäre Organisationen als vermittelnde Instanzen zwischen Bürgerschaft und Politik einschalten

Eine nationale Stiftung für partizipative Demokratie einrichten

Hoffnungsschimmer

Weiterführende Literatur



Prof. Dr. Dres. h.c. Ortwin Renn, ehemaliger wiss. Direktor am Institut für transformative Nachhaltigkeitsforschung (IASS) und wiss. Direktor der Dialogik gemeinnützigen GmbH



Autoritäre und extrem rechte Strömungen nehmen weltweit zu, das Vertrauen in demokratische Institutionen sinkt. Hinzu kommen vielfältige geopolitische Krisen, die sich gegenseitig verstärken und die Aussichten auf eine lebenswerte Zukunft verdunkeln. Einfache Lösungswege sind nicht in Sicht und schmerzliche Zielkonflikte müssen ausgehalten werden.

Wie kann Demokratie in dieser Situation gestärkt und bürgernah gestaltet werden? Dieses Buch zeigt Wege auf, wie deliberative Prozesse – also die Einbindung von Bürgerinnen und Bürgern in die politische Willensbildung – die Demokratie beleben, politische Entscheidungen verbessern und die vielfältigen Krisen unserer Zeit konstruktiv adressieren können. Ortwin Renn leistet mit dieser Publikation einen theoretisch fundierten und praktisch überzeugenden Beitrag zur Diskussion über die Zukunft der Demokratie.



„Ortwin Renns scharfe Analysen und vor allem seine konkreten Vorschläge zur Neugestaltung der Demokratie kommen zur rechten Zeit. Sie atmen den Geist mutiger Hoffnung, sind aber zugleich pragmatisch und realistisch. Ihre Umsetzung würde zu einer breiten Wiederbelebung des Systemvertrauens in demokratische Entscheidungen führen. Und das wäre wunderbar.“

Prof. Dr. Hans-Liudger Dienel, TU Berlin (Lehrstuhl Arbeit, Technik und Partizipation) und wissenschaftliche Leitung von nexus - Institut für Kooperationsmanagement u. interdisziplinäre Forschung



„Ortwin Renn hat aus soziologisch funktionalistischer Sicht ein umfassendes, engagiertes und zugleich wissenschaftlich-detailliertes Plädoyer für Bürgerräte und Runde Tische vorgelegt. Für diese beiden Partizipations-Modelle geradezu ein Nachschlagewerk. Dem Buch ist eine möglichst breite und kontroverse Diskussion zu wünschen.“

Prof. Gesine Schwan, Politikwissenschaftlerin, Vorsitzende der SPD Grundwertekommission und Präsidentin der Berlin Governance Platform

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