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Von der wehrhaften zur resilienten Demokratie?
Strategien gegen die extreme Rechte
Im Zuge der Wahlerfolge rechtspopulistischer und rechtsextremistischer Parteien auch in Deutschland hat die Debatte um das Konzept der »wehrhaften Demokratie« eine Neubelebung erfahren. Bezugspunkte sind dabei nicht zuletzt die Erfahrungen der Weimarer Republik und die damit verbundenen Konzepte und Denkansätze. Dieses Buch geht darüber hinaus und versucht eine zeitgemäßere Interpretation des Begriffs: Es rückt nicht nur staatliche Verbotshandlungen, sondern auch das gezielte und koordinierte Handeln verschiedener gesellschaftlicher Subsysteme (staatliche Institutionen, Parteien und politischer Wettbewerb, Zivilgesellschaft, Wirtschaft) als eine systemische Antwort auf den Aufstieg rechtsextremer Kräfte in den Fokus. Im Zusammenspiel unterschiedlicher Akteure könnte – so die These – eine resilientere Demokratie entstehen, die den sich verändernden politischen und gesellschaftlichen Realitäten Deutschlands gerecht wird und die potentiellen Gefahren eines weiteren Erstarkens rechtsextremer Kräfte einhegt.
Wolfgang Schroeder ist Professor für das politische System der Bundesrepublik Deutschland an der Universität Kassel und Fellow am Wissenschaftszentrum Berlin für Sozialforschung (WZB).
Dr. Saara Inkinen ist wissenschaftliche Mitarbeiterin im Fachgebiet Politisches System der BRD – Staatlichkeit im Wandel an der Universität Kassel.
Dr. Ernst Hillebrand ist Politikwissenschaftler und Publizist mit Schwerpunkt auf Rechtspopulismus in Europa.
Inhalt
Vorwort
Einleitung: Die wehrhafte durch die resiliente Demokratie weiterentwickeln?
Wolfgang Schroeder, Saara Inkinen und Ernst Hillebrand
Teil I – Staatliche Institutionen: Zwischen Verbot und Laissezfaire
Weimar – die wehrlose Demokratie?
Martin Sabrow
»Schmutzige Hände«: Sollte die AfD verboten werden?
Wolfgang Merkel
Die AfD verbieten? Und dann?
Uwe Volkmann
Ist die AfD verfassungswidrig? Zusammenfassung der Ergebnisse des GFFGutachtens
Jonas Deyda und Helen Greiner
Wehrhafte oder resiliente Demokratie? Zur Rolle »institutioneller Sicherungen«
Florian Grotz
Teil II – Parteien und politischer Wettbewerb: Zwischen Konkurrenz und Ausgrenzung
Regierungsbeteiligung entzaubert die radikale Rechte nicht: Befunde aus 57 Demokratien
Annina Hermes und Heike Klüver
Parteien, Politisierung und repräsentative Demokratie: Von Spielregeln, Grenzen und der AfD
Claudia Wiesner
Mainstreamisierung der extremen Rechten auf offener Bühne? Wie die AfD die Parlamentskultur im Bundestag zerstört
Julia Schwanholz
Die Brandmauer als selbstorganisierte Form der wehrhaften Demokratie durch die Parteien
Wolfgang Schroeder
Zwischen Normalisierung und Brandmauer: Zur Performativität politischer Akteure
Paula Diehl
Die Brandmauer unter Druck: Bedingungen demokratischer Abgrenzung gegenüber der extremen Rechten am Beispiel Belgiens
Léonie de Jonge
Anreize statt Exklusion
Michael Zürn
Sechs Thesen zum Umgang mit Rechtspopulismus in Europa
Ernst Hillebrand
»Gute Politik« hilft am meisten: Thesen zur Neujustierung einer zeitgemäßen »wehrhaften Demokratie«
Hans-Jürgen Puhle
Teil III – Zivilgesellschaft: Zwischen Selbstbehauptung und Ausgrenzung
Schwierige Beziehungen: Zivilgesellschaft, politischer Konflikt und Demokratie
Edgar Grande
Mehr als Protest: Zivilgesellschaftliche Strategien gegen die extreme Rechte
Christin Jänicke, Hans Jonas Gunzelmann, Teresa Völker und Swen Hutter
Politische Emotionen und Zivilgesellschaft in der wehrhaften Demokratie
Matthias Quent
Protest gegen die Klimapolitik als Einfallstor für Rechtsaußen-Mobilisierung: Handlungsansätze für die Zivilgesellschaft
Manès Weisskircher
Versuchte Vereinnahmung im Naturschutz: Erfahrungen und Widersprüche aus Sicht des NABU
Matthias Laurisch
Gelebte Geschlechterdemokratie auf dem Prüfstand
Juliane Lang
Wehrhafte Zivilgesellschaft auf Widerruf: Finanzierung zwischen demokratischer Resilienz und politischer Revidierbarkeit
Saara Inkinen
Kirche(n) als zivilgesellschaftliche Akteurin gegen Rechtsautoritarismus? Sozialethische Anmerkungen zu Insuffizienzen und Ressourcen
Andreas Lob-Hüdepohl
»Schon verrückt« – Die christlichen Kirchen in Deutschland als demokratiepolitische Akteure
Matthias Möhring-Hesse
Resiliente Mediendemokratie
Johannes Hillje
Rechte Akteure auf betrieblicher Ebene unter Gesichtspunkten der wehrhaften Demokratie
Daphne Weber
Bedrohungen der Wissenschaftsfreiheit und Strategien zu ihrem Schutz
Christoph Möllers, Max Lenz und Nils Weinberg
Teil IV – Wirtschaft: Zwischen Indifferenz und Engagement
Demokratie als Standortfaktor – die Unternehmensperspektive
Knut Bergmann
Corporate Democratic Action: Unternehmen als Akteure in der wehrhaften Demokratie
Markus Scholz und Benedikt D. S. Kapteina
Ein internationaler Vergleich: Wie reagieren Unternehmen und Wirtschaftsverbände auf den Aufstieg rechtspopulistischer Kräfte?
Daniel Kinderman
Technokratie Reloaded. Herausforderung für die (wehrhafte) Demokratie?
Samuel Greef
Wirtschaftliche Konsequenzen von Rechtsaußenmobilisierung
Tommy Krieger
Bilanz
Wehrhafte Demokratie 2.0: Auf der Suche nach Resilienz und Effektivität
Wolfgang Schroeder, Saara Inkinen und Ernst Hillebrand
Autorinnen und Autoren
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Vorbestellerartikel: Dieser Artikel erscheint am 21. Dezember 2026
- Artikel-Nr.: SW9783593466514110164
- Artikelnummer SW9783593466514110164
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Mit
Wolfgang Schroeder, Saara Inkinen, Ernst Hillebrand, Knut Bergmann, Jonas Deyda, Paula Diehl, Edgar Grande, Samuel Greef, Helen Greiner, Florian Grotz, Hans Jonas Gunzelmann, Annina Hermes, Ernst Hillebrand, Johannes Hillje, Swen Hutter, Saara Inkinen, Christin Jänicke, Léonie de Jonge, Benedict D.S. Kapteina, Daniel Kinderman, Heike Klüver, Tommy Krieger, Juliane Lang, Matthias Laurisch, Max Lenz, Andreas Lob-Hüdepohl, Wolfgang Merkel, Matthias Möhring-Hesse, Christoph Möllers, Hans-Jürgen Puhl
- Verlag Campus Verlag
- Seitenzahl 252
- Veröffentlichung 21.12.2026
- Barrierefreiheit
- ISBN 9783593466514
- Verlag Campus Verlag