Nur Deutschland kann den Euro retten

Der letzte Akt beginnt

Nur Deutschland kann die Eurozone retten, weil nur über Lohnerhöhungen hier die Lücke in der Wettbewerbsfähigkeit geschlossen werden kann, ohne Europa noch tiefer in Depression und Deflation zu treiben. Begreift Deutschland nicht, dass es sich selbst ändern muss, ist das Schicksal des gemeinsamen Geldes besiegelt. Deutschland kommt seit einigen Jahren in Europa eine enorme Macht zu. Eine Macht, die vor allem durch Lohnsenkungen im eigenen Land erkauft wurde und die letztlich zu der großen Krise des Euro führte, die auch heute nicht überwunden ist. Sparpolitik und Lohnkürzungen, die den Schuldnerländern vom Gläubigerland... alles anzeigen expand_more

Nur Deutschland kann die Eurozone retten, weil nur über Lohnerhöhungen hier die Lücke in der Wettbewerbsfähigkeit geschlossen werden kann, ohne Europa noch tiefer in Depression und Deflation zu treiben. Begreift Deutschland nicht, dass es sich selbst ändern muss, ist das Schicksal des gemeinsamen Geldes besiegelt.

Deutschland kommt seit einigen Jahren in Europa eine enorme Macht zu. Eine Macht, die vor allem durch Lohnsenkungen im eigenen Land erkauft wurde und die letztlich zu der großen Krise des Euro führte, die auch heute nicht überwunden ist. Sparpolitik und Lohnkürzungen, die den Schuldnerländern vom Gläubigerland Deutschland aufgezwungen wurde, haben in ganz Südeuropa und insbesondere in Griechenland eine große Rezession ausgelöst und die Idee eines gemeinsamen "europäischen Projekts" ausgelöscht. Angesichts des deutschen Widerstandes gegen jede Änderung des Kurses sowie der nationalistischen Gefahren, die diese Haltung in vielen europäischen Ländern provoziert, dürfen die Warnungen von Flassbeck und Lapavitsas nicht ignoriert werden.



Heiner Flassbeck studierte Volkswirtschaft in Saarbrücken und wurde 1987 an der FU Berlin promoviert. Er arbeitete im Stab des Sachverständigenrates zur Begutachtung der gesamtwirtschaftlichen Entwicklung und danach im Bundesministerium für Wirtschaft. Im Deutschen Institut für Wirtschaftsforschung in Berlin war er von 1988 bis 1998 Leiter der Abteilung Konjunktur. Im Jahr 1998 wurde Heiner Flassbeck zum beamteten Staatssekretär im Bundesministerium der Finanzen ernannt. Von August 2003 bis Dezember 2012 war er bei UNCTAD in Genf Direktor der Abteilung für Globalisierung und Entwicklungsstrategien. Mit Friederike Spiecker zusammen hat er in den Jahren 2020 und 2022 einen "Atlas der Weltwirtschaft" herausgebracht, der bei Westend erschienen ist.Costas Lapavitsas ist Professor der Volkswirtschaft an der Universität London. Seine Forschungsschwerpunkte liegen in den Bereichen Kapitalwirtschaft, Politische Ökonomie und der volkswirtschaftlichen (Ideen-)Geschichte. In den vergangenen Jahren galt sein wissenschaftliches Interesse verstärkt den finanziellen Implikationen der Euro-Krise. 2013 erschien sein Buch ?Profit ohne Produktion? (engl. ?Profiting without Producing?, Verso), das international große Anerkennung erlangte.



Vorbemerkung

Vorwort

I. Die Europäische Währungsunion rutscht tiefer in die Krise

II. Die theoretische Begründung der Währungsunion

1. Der Vorteil währungspolitischer Zusammenarbeit

2. Die monetären Kernprinzipien der Europäischen Währungsunion

3. Lohnflexibilität und ihre Folgen

4. Das Reallohnwachstum bestimmt die Inlandsnachfrage

5. Reale oder nominelle Konvergenz?

III. Deutschland als Auslöser der Eurozonenkrise

1. Deutscher Druck auf die Löhne …

2. … reißt in der EWU eine gewaltige Wettbewerbskluft auf

3. Kampf der Nationen?

4. Deutschlands Erfolg - oder Scheitern

5. Deutschland muss sich anpassen

IV. Das Dilemma der Strom- und Bestandswerte in der EWU

1. Die Politik blickt eher auf Bestandswerte, entscheidender sind die Ströme

2. Bei erzwungener Anpassung der Wettbewerbsfähigkeit wird Deflation zur Hauptgefahr

3. Die Rolle des Fiskaldefizits und der nationalen Einkommensströme in Deutschland

V. Die europäische und globale Unfähigkeit, mit externen Ungleichgewichten umzugehen

1. Das Gesamtwirtschaftliche Ungleichgewichtsverfahren und seine vorurteilsbeladene Anwendung

2. Das globale politische Scheitern, externe Ungleichgewichte zu vermeiden

3. Das Scheitern der herrschenden Wirtschaftstheorie bei der Erklärung von Handelsungleichgewichten

4. Grundsätzliche Fehler im neoklassisches Verständnis der Ersparnisse

VI. Die Europäische Wirtschafts- und Währungsunion steuert auf ein Desaster zu

1. Die aufkommende europäische Währungsuneinigkeit

2. Weder eine politische Union noch eine Transferunion sind plausible Lösungen für die Währungsunion

VII. Was kann und was sollte die Linke tun?

1. Bislang eine konfuse Reaktion

2. Ein alternativer Pfad innerhalb der gegenwärtigen EWU: eine "unmögliche Triade"

3. Der EU die Stirn bieten: Ziele und Maßnahmen einer linken Regierung

VIII. Einen konfrontativen Austritt aus der Währungsunion bewältigen

IX. Die Demontage der Währungsunion

X. Die griechische Katastrophe

1. Wirtschaftlicher und gesellschaftlicher Zusammenbruch; schwache Wachstumsaussichten

2. Der Weg in die Armut und historische Bedeutungslosigkeit

XI. Ein alternativer Weg für Griechenland

1. Die Staatsverschuldung: der Imperativ eines Schuldenerlasses

2. Beendigung der Sparpolitik: keine Haushaltsüberschüsse, keine ausgeglichenen Budgets mehr

3. Das Bankensystem: das Scheitern der Privatbanken und die Notwendigkeit ihrer Verstaatlichung

4. Die schlimmsten Folgen der Krise beheben und gute Arbeitsmarktbedingungen schaffen

5. Mittelfristige Umstrukturierung des Produktionssektors

6. Demokratisierung und Umbau des Staates

XII. Ein Hoffungsschimmer für Griechenland und Europa

Nachwort: Eine Gelegenheit für Europa

Bibliografie

weniger anzeigen expand_less
Weiterführende Links zu "Nur Deutschland kann den Euro retten"

Versandkostenfreie Lieferung! (eBook-Download)

Als Sofort-Download verfügbar

eBook
11,99 €

  • SW235961

Ein Blick ins Buch

Book2Look-Leseprobe
  • Artikelnummer SW235961
  • Autor find_in_page Heiner Flassbeck, Costas Lapavitsas
  • Mit find_in_page Andreas Simon dos Santos
  • Autoreninformationen Heiner Flassbeck studierte Volkswirtschaft in Saarbrücken und wurde… open_in_new Mehr erfahren
  • Wasserzeichen ja
  • Verlag find_in_page Westend Verlag
  • Seitenzahl 192
  • Veröffentlichung 23.01.2015
  • Barrierefreiheit
    Aktuell liegen noch keine Informationen vor
  • ISBN 9783864895869

Andere kauften auch

Andere sahen sich auch an

info