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Wenn alles Trauma ist
Warum wir präziser über den Traumabegriff sprechen müssen
Wenn alles Trauma ist – was bedeutet Trauma dann noch?
Eine systematische Neubestimmung des Traumabegriffs
Klare Differenzierung zwischen Ereignis, subjektivem Erleben und Folgestörung
Analysiert kritisch die Ausweitung des Traumabegriffs und deren Folgen für die klinische Praxis
Der Begriff Trauma ist allgegenwärtig und verspricht Anerkennung, Schutz und Sensibilität. Doch je selbstverständlicher er verschiedenes Leid beschreibt, desto wichtiger wird die Frage: Was macht Trauma im Kern aus? Trauma bezeichnet keinen bloßen Reaktionsprozess, sondern einen Strukturbruch von Erfahrung – eine Erschütterung der Selbst- und Weltbezüge, den Verlust von Vertrautheit und den Bruch jener Erwartungshorizonte, die das In-der-Welt-Sein tragen. Die Autoren rekonstruieren den Begriff neu, unterscheiden zwischen belastendem Ereignis, subjektivem Leiden und psychischer Folgestörung und zeigen, warum Trauma weder mit dem Ereignis selbst noch mit einer Diagnose gleichzusetzen ist.
Das Buch verbindet biologische, phänomenologische und kulturelle Perspektiven und verteidigt den Traumabegriff gegen seine Entgrenzung, um das spezifisch Traumatische sichtbar zu halten.
Jonas Tesarz, Prof. Dr. med., ist Direktor der Klinik für Psychosomatische Medizin und Psychotherapie der Universitätsmedizin der Johannes Gutenberg-Universität Mainz. Er ist Facharzt für Innere Medizin sowie für Psychosomatische Medizin und Psychotherapie, EMDR-Supervisor und Gründer des Netzwerks für EMDR Schmerztherapie.
Prof. Dr. med. Günter H. Seidler war von 2002 bis zum Eintritt in den Ruhestand im Sommer 2015 Leiter der Sektion Psychotraumatologie im Zentrum für Psychosoziale Medizin der Universitätsklinik Heidelberg. Er begann seine Laufbahn als Neurochirurg. Er ist Facharzt für Neurologie und Psychiatrie sowie für Psychosomatische Medizin und Psychotherapie, Lehranalytiker, Gruppen-Lehranalytiker und EMDR-Supervisor. Er arbeitet freiberuflich als Autor, Coach, Berater, Lehrtherapeut und Lehranalytiker sowie Supervisor.
Der Vorentwurf zu seinem ersten Buch ("Der Blick des Anderen. Eine Analyse der Scham") wurde 1989 mit dem Förderpreis der DPG (Deutsche Psychoanalytische Gesellschaft) ausgezeichnet. Dessen amerikanische Ausgabe avancierte in Trauma-orientierten Kreisen der Psychotherapieszene in den USA zum Kultbuch. Die empirische Überprüfung des dort entwickelten Konstruktes in seiner Habilitationsschrift ("Stationäre Psychotherapie auf dem Prüfstand. Intersubjektivität und gesundheitliche Besserung", 1999) wurde mit dem "Forschungspreis Psychotherapie in der Medizin" ausgezeichnet. Seine Befunde veranlassten ihn zu einem Paradigmawechsel, und er wandte sich der Psychotraumatologie zu.
Günter H. Seidler ist Gründungsherausgeber und war bis 2019 Leitender Herausgeber der Zeitschrift »Trauma & Gewalt. Forschung und Praxisfelder«.
Günter Seidler hat zahlreiche wissenschaftliche Projekte zu den Folgen individueller Gewalt und zu Großschadensereignissen sowie zur Therapieentwicklung durchgeführt und gilt international als einer der führenden Psychotraumatherapeuten. In seiner praktischen Arbeit verbindet er eine wissenschaftliche Orientierung mit Kompetenzen in zahlreichen Therapieverfahren und mit eigenen Ansätzen.
>> Weitere Informationen zu Günter H. Seidler (www.guenter-seidler.de)
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Vorbestellerartikel: Dieser Artikel erscheint am 14. November 2026
- Artikel-Nr.: SW9783608126457450914
- Artikelnummer SW9783608126457450914
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Autor
Jonas Tesarz, Günter H. Seidler
- Verlag Klett-Cotta
- Veröffentlichung 14.11.2026
- Barrierefreiheit
- Keine Angabe: Keine Informationen zur Barrierefreiheit bereitgestellt
- ISBN 9783608126457