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Wer begehrt das Donaudelta?

Eine Reise im Schatten des Krieges durch Transnistrien, Ukraine, Moldau und Rumänien

Wer begehrt das Donaudelta?
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Im Donaudelta, einer Grenzregion im wörtlichen und im übertragenen Sinn, treffen unterschiedliche Sprachen, Kulturen und historische Erfahrungen aufeinander – und hier wirken die geopolitischen Interessen fort, die die Konflikte unserer Gegenwart bestimmen. Die Journalistin Sabina Fati reist nach Transnistrien, in die Ukraine, nach Moldau und Rumänien und begegnet Menschen, deren Leben von den großen Umbrüchen der Region geprägt ist. Sie fragt, was sie von der Zukunft erwarten, wem sie sich zugehörig fühlen und wie sie auf den Krieg in der Ukraine und den wachsenden Einfluss Russlands blicken. Persönliche Begegnungen verbinden... alles anzeigen expand_more

Im Donaudelta, einer Grenzregion im wörtlichen und im übertragenen Sinn, treffen unterschiedliche Sprachen, Kulturen und historische Erfahrungen aufeinander – und hier wirken die geopolitischen Interessen fort, die die Konflikte unserer Gegenwart bestimmen.



Die Journalistin Sabina Fati reist nach Transnistrien, in die Ukraine, nach Moldau und Rumänien und begegnet Menschen, deren Leben von den großen Umbrüchen der Region geprägt ist. Sie fragt, was sie von der Zukunft erwarten, wem sie sich zugehörig fühlen und wie sie auf den Krieg in der Ukraine und den wachsenden Einfluss Russlands blicken. Persönliche Begegnungen verbinden sich mit historischen Rückblicken und politischen Analysen.



Das Buch ist weit mehr als ein Reisebericht: Es ist das engagierte, analytische und persönliche Porträt einer vielschichtigen Grenzregion und ihrer Menschen – zwischen unterschiedlichen Zugehörigkeiten und politischen Einflüssen, zwischen dem Wunsch nach Freiheit und den Interessen der Mächte, die ihre Ansprüche an der Donaumündung verfolgen.



Sabina Fati, (Jg. 1965), ist rumänische Journalistin, Schriftstellerin und außenpolitische Analystin. Sie promovierte in Geschichte mit einer Arbeit über Siebenbürgen an der Universität »Alexandru Ioan Cuza« in Iasi im Nordosten Rumäniens. Die angesehene Politikkommentatorin arbeitete lange Zeit für Radio Free Europe/Radio Liberty und war stellvertretende Chefredakteurin von »Romania libera«. Seit 2020 ist sie Korrespondentin der Deutschen Welle in Bukarest.



Wem gehört die Donaumündung? S. 11

Von Drohnen, Toten Seelen und der Bulgakow-Diplomatie S. 19

Orliwka: Imperialer russischer Tee, im Kampf Geborene und die Korruption im Krieg S. 30

Reni: Autobusse mit Frauen und stumme Moskaufreunde S. 45

Die Donaumündung: Dreihundert Jahre russischer Kampf und was man daraus lernen kann S. 59

Ismajil S. 70

Kilija: Von der historischen Festung zu Putins Traum von der russischen Welt S. 87

Wylkowe: Stör-Aspik im Venedig des Ostens S. 99

Cetatea Albă oder Bilhorod-Dnistrowskyj. Ist Ukrainisch älter als Russisch? Der Kampf zwischen Soft Power und Neopaganismus S. 108

Odessa S. 127

Rückkehr, kleine rumänische Odessas und ein folgenschwerer Knochenbruch S. 152

Rumänien und der verlorene Kilijaarm S. 155

Periprava: Zwischen Komplizenschaft und Intimität S. 173

C.A. Rosetti: Die vernachlässigte Ambulanz und die prachtvolle Kathedrale S. 188

Sulina: Das verschwundene Europolis und die schrumpfende Stadt S. 192

Die Schlangeninsel und Potemkinscher Frieden S. 208

Sfântu Gheorghe: Kaviar und ein angebliches Versprechen S. 221

Der Überlebenskampf der Saporoger Kosaken S. 231

Versinkt Sfântu Gheorghe? S. 239

Tulcea: Russischer Einfluss und ein Paradies für Spione zwischen der Donau und der Festung mit keltischem Namen S. 241

Die stille Stadt und über positive Effekte von Kriegen S. 248

Die Sekte der Eunuchen S. 258

Komplizierte Verhältnisse an der Donaumündung und die Gefahr von Jalta 2.0 S. 262

Slava Rusă, das Dorf an der Mündung und die römische Festung S. 270

Kloster Uspenia, Slava Rusă S. 274

Kloster Vovidenia, Slava Rusă S. 277

Die Leprakolonie von Tichilești: Wie man lebt, wenn die Eltern leprakrank sind S. 283

Brăila S. 292

Brăila-Bukarest in 24 Stunden S. 301

Comrat, die Hauptstadt Gagausiens S. 305

Tiraspol, die Hauptstadt Transnistriens . 314

Russische Präsenz in Tighina S. 331

Cahul in der Republik Moldau S. 340

Galați S 352

Die Dichterin, der Hafen und die gefangene Stadt S. 358

Der Donau-Schwarzmeer-Kanal S. 365

Schlussfolgerungen: Wer bedroht die Donaumündung und wer ist im Vorteil. S. 369

Nachwort zur deutschen Ausgabe: Wer die Donauregion (noch) retten kann und warum niemand Ikarus abstürzen sieht S. 377

Danksagungen S. 385

Literaturverzeichnis S. 387

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