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Die Figur Jeremia und ihre frühe christologische Rezeption
Forschung zur Bibel, Band 147
Jeremia ist eine der eindrücklichsten Gestalten des Alten Testaments. In einem dichten Geflecht "biographischer" Elemente profiliert das Jeremiabuch seinen Protagonisten in seltener Ausführlichkeit. Diese komplexe Figurenkonzeption erfährt bereits in frühchristlichen und antiken Erzählungen auch eine christologische Deutung: Das Matthäusevangelium zieht eine bewusste Analogie zwischen Jesus und der Figur des Propheten (vgl. Mt 16,14), welche ein Paradigma des dortigen Prophetenbildes ist. In der Vita Jeremiae (VP 2) und den Paralipomena Jeremiou (ParJer 9) wird die Figur schließlich als Vorausbild Jesu, Märtyrer und christlicher Prophet adaptiert. Dabei wird Jeremia nie auf das stereotype Bild eines "Unheilspropheten" reduziert.
Auf der Basis einer narratologischen Figurenanalyse des Jeremiabuchs der Septuaginta zeigt die Studie, wie dessen Propheten-"Biographie" ihre christologische Rezeption in den genannten Texten prägt.
Hubertus Kerscher, Dr. theol., geb. 1993, Studium der Kath. Theologie in Regensburg und Sydney, Priesterweihe 2018 für das Bistum Passau, Kaplanszeit im Pfarrverband Pocking, derzeit Jugendpfarrer und Leiter des Bischöflichen Jugendamts Passau.
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- Artikel-Nr.: SW9783429069308110164
- Artikelnummer SW9783429069308110164
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Autor
Hubertus Kerscher
- Verlag Echter Verlag
- Seitenzahl 368
- Barrierefreiheit
- ISBN 9783429069308
- Verlag Echter Verlag