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Justine
oder Vom Missgeschick der Tugend
Marquis de Sades Justine ist ein Roman voller Widersprüche, Provokation und unerschütterlicher Neugier auf die Abgründe der menschlichen Natur. In einer Gesellschaft, die Tugend predigt und Laster heimlich belohnt, folgt die Erzählung der jungen Justine einem Pfad aus Prüfungen, Erniedrigungen und unerbittlichen Versuchungen. Der Text fordert den Leser heraus: Wem schenken Sie Ihr Mitgefühl, wenn Moral zur Falle wird, und welche Macht besitzt das Prinzip der Tugend, wenn es nur Unglück bringt?
De Sade schildert die Schicksale zweier Schwestern, die unterschiedlicher nicht sein könnten. Juliette sucht ihr Glück, indem sie den konventionellen Regeln den Rücken kehrt und dadurch Reichtum und soziale Sicherheit erlangt; Justine hingegen klammert sich an Moral und Gewissen und wird dafür in einer Welt bestraft, die ihre Güte als Naivität auslegt. Diese Gegenüberstellung wirft Fragen auf, die weit über die Figuren hinausreichen: Wie bestimmt die Gesellschaft den Wert eines Lebens, und welche Rolle spielen Macht, Heuchelei und Vergeltung in den Entscheidungen der Menschen?
Ohne zu moralisieren, dringt der Roman in die dunkelsten Winkel von Schuld und Unschuld vor. De Sade nutzt scharfe Beobachtungen, beißenden Sarkasmus und schonungslose Schilderungen, um die Masken der Tugend zu entblößen und den Leser zu verunsichern. Dieses Buch ist weniger ein Lehrstück als eine provokative Einladung, die eigenen Gewissheiten zu hinterfragen und zu erleben, wie fragile moralische Kategorien unter Druck zerbrechen. Wer bereit ist, sich auf diese literarische Konfrontation einzulassen, begegnet einer Erzählung, die lange nachhallt und die Vorstellung von Tugend und Laster in ein neues Licht rückt.
Null Papier Verlag
Der 1740 geborene Donatien-Alphonse-François de Sade führt das exzessive Leben junger Aristokraten, bis seine Orgien selbst für die zügellosen Sitten jener Epoche untragbar werden. Er wird mehrfach zu Festungshaft und zum Tode verurteilt. Die Todesurteile werden wieder aufgehoben. Sämtliche Schriften verfasst der Marquis in Haft, verzeichnet jedoch kaum wirtschaftliche Erfolge, zumal er sich zu den einträglichsten Romanen, "Justine" und "Juliette", nicht bekennt. Das Ende seines Lebens verbringt er in einer Irrenanstalt, wo er Schreibverbot erhält und in Isolation gehalten wird. Dort stirbt de Sade im Jahr 1814. Seine Grabstätte ist heute nicht mehr auffindbar.
Beeinflusst ist das literarische Schaffen de Sades einerseits vom Schrifttum der Aufklärung (unter anderem von Thiry d'Holbach und Voltaire), andererseits von seiner Wahrnehmung des Ancien Régime. Es herrscht das Recht des Stärkeren, der lediglich durch einen noch Skrupelloseren aufgehalten wird. Motivation ist der Trieb zum Bösen, der keiner Rechtfertigung bedarf: Ein Mord kann um des Tötens willen geschehen, ohne jeden Zweck, aus einer bloßen Laune heraus.
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Autor - Leben und Werk
Erster Band
I. Kapitel
II. Kapitel
III. Kapitel
IV. Kapitel
V. Kapitel
VI. Kapitel
Zweiter Band
Dritter Band
XII. Kapitel
XIII. Kapitel
XIV. Kapitel
XV. Kapitel
Vierter Band
XVI. Kapitel
XVII. Kapitel
XVIII. Kapitel
XIX. Kapitel
XX. Kapitel
____ENDE____
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- Artikel-Nr.: SW331501.1
- Artikelnummer SW331501.1
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Autor
Marquis de Sade
- Wasserzeichen ja
- Verlag Null Papier Verlag
- Seitenzahl 782
- Barrierefreiheit
- ISBN 9783943466782