Jungen als Bildungsgewinner

Eine qualitative Studie zu bildungserfolgreichen Jugendlichen in Risikolebenslagen

Jungen als Bildungsverlierer: So werden sie im öffentlichen wie auch im wissenschaftlichen Diskurs derzeit primär wahrgenommen. Zu erklären ist diese Zuschreibung vor dem Hintergrund von Befunden z.B. hinsichtlich des prozentualen Anteils an weiterführenden Schularten, erreichten Schulabschlüssen, aber auch den Ergebnissen in internationalen und nationalen Schulleistungsuntersuchungen. Eine besondere Rolle nehmen die männlichen Heranwachsenden ein, deren Lebenswirklichkeit von Risikolagen, wie etwa elterlicher Arbeitslosigkeit, Bildungsferne, oder einem Zuwanderungshintergrund geprägt wird. Der Autor setzt sich daher mit der Frage auseinander,... alles anzeigen expand_more

Jungen als Bildungsverlierer: So werden sie im öffentlichen wie auch im wissenschaftlichen Diskurs derzeit primär wahrgenommen. Zu erklären ist diese Zuschreibung vor dem Hintergrund von Befunden z.B. hinsichtlich des prozentualen Anteils an weiterführenden Schularten, erreichten Schulabschlüssen, aber auch den Ergebnissen in internationalen und nationalen Schulleistungsuntersuchungen. Eine besondere Rolle nehmen die männlichen Heranwachsenden ein, deren Lebenswirklichkeit von Risikolagen, wie etwa elterlicher Arbeitslosigkeit, Bildungsferne, oder einem Zuwanderungshintergrund geprägt wird. Der Autor setzt sich daher mit der Frage auseinander, welche Faktoren eine erwartungswidrig bildungserfolgreiche Entwicklung trotz negativer Rahmenbedingungen begünstigen. Auf Basis autobiografisch-narrativer Interviews werden die handlungsleitenden Orientierungen von Jungen und jungen Männern herausgearbeitet, die erfolgreich an formalen und non-formalen Bildungssettings partizipieren.



Dr. Michael Richter, Studienrat im Realschuldienst, Freistaat Bayern



1 Einleitung

1.1 Problemstellung und Forschungsgegenstand

1.2 Methodologische Verortung

1.3 Aufbau der vorliegenden Studie

2 Thematischer Kontext

2.1 Bildung und Bildungsdisparitäten: ein historischer Zugang

2.2 Risikolebenslagen und erweiterte Risikolagen

3 Forschungsstand

3.1 Diskurslinien zu Bildungsdisparitäten und Geschlecht

3.1.1 Geschlechtsbezogenen Unterschiede hinsichtlich der

Bildungsbeteiligung

3.1.2 Geschlechtsbezogene Unterschiede hinsichtlich des

Kompetenzerwerbs

3.1.3 Erklärungsansätze hinsichtlich der geschlechtsbezogenen

Unterschiede

3.1.4 Zusammenfassung der Befunde zu Bildungsdisparitäten

und Geschlecht

3.2 Diskurslinien zu Bildungsdisparitäten und sozioökonomischem

Status

3.2.1 Sozioökonomiebezogene Unterschiede hinsichtlich der

Bildungsbeteiligung

3.2.2 Sozioökonomiebezogene Unterschiede hinsichtlich des

Kompetenzerwerbs

3.2.3 Erklärungsansätze hinsichtlich der sozioökonomischen

Unterschiede

3.2.4 Zusammenfassung zu Bildungsdisparitäten und

sozioökonomischem Status

3.3 Diskurslinien zu Bildungsdisparitäten und Migration

3.3.1 Migrationsbedingte Unterschiede hinsichtlich der

Bildungsbeteiligung

3.3.2 Migrationsbedingte Unterschiede hinsichtlich des

Kompetenzerwerbs

3.3.3 Erklärungsansätze hinsichtlich der migrationsbezogenen

Unterschiede

3.3.4 Zusammenfassung zu Bildungsdisparitäten und Migration

3.4 Bildungsdisparitäten, Salutogenese und Resilienz

3.5 Desiderat und Fragestellung der Studie

4 Methodologischer und methodischer Zugang

4.1 Methodologische Grundentscheidung und Verortung der Studie

in der qualitativ-rekonstruktiven Forschung

4.2 Datenerhebung: autobiografisch-narrative Interviews

4.3 Datenauswertung: dokumentarische Methode

4.3.1 Methodologie der dokumentarischen Interpretation

4.3.2 Auswertung nach der dokumentarischen Methode

4.4 Zusammensetzung des Samples

4.4.1 Überblick über das Sample

4.4.2 Kurzportraits

5 Empirische Ergebnisse: Orientierungen von

bildungserfolgreichen Jugendlichen in Risikolebenslagen

5.1 Eine zweidimensionale Basistypik: Erwartungen an Erträge von

Bildungserfolg und prozessinitiierende Impulse

5.1.1 Darstellung der Rekonstruktion der Dimensionen von

Lern-und Bildungsprozessen

5.1.2 Typenbildung durch die Inbezugsetzung der beiden

Dimensionen

5.2 Handlungsleitende Orientierungen im Hinblick auf die

Strukturierung von Lern- und Bildungsprozesses von

erfolgreichen männlichen Heranwachsenden und jungen

Männern

5.2.1 Der Typ "Selbstwirksamkeit durch Selbstrelationierung"

5.2.2 Der Typ "Auftragserfüllung bedingt Selbstwirksamkeit"

5.2.3 Der Typ "Selbstwirksamkeit durch soziale Distinktion"

5.2.4 Der Typ "Anpassung zur Überwindung von Alterität"

5.3 Zusammenfassung der empirischen Ergebnisse

5.3.1 Prozessinitiierende Impulse

5.3.2 Erwartungen an Erträge von Bildungserfolg

5.4 Soziogenetische Spuren

5.4.1 Bildungsgrad und Bildungsaspiration signifikanter Anderer

5.4.2 Alterität

6 Zusammenfassung der Ergebnisse und Diskussion

6.1 Zusammenfassung der Ergebnisse: Beantwortung der

Forschungsfrage

6.2 Diskussionen der Ergebnisse

6.2.1 Bildungsaspiration als Grundlage vorweggenommener

Bildungsentscheidungen

6.2.2 Umgang mit Risikolebenslagen und

Selbstwirksamkeitserfahrung

6.2.3 Umgang mit Risikolebenslagen und situiertem Lernen

6.3 Zusammenfassung: Umrisse einer Theorie zur erfolgreichen

Partizipation an Lern- und Bildungssettings männlicher

Heranwachsender in Risikolebenslagen und erweiterten

Risikolagen

7 Anregungen für Forschung und Praxis und Ausblick

7.1 Anregungen für die Forschung

7.2 Anregungen für die Praxis

7.2.1 Bildungsoptimismus der Lernenden aufgreifen und stärken

7.2.2 Ermöglichung von informellem Lernen im non-formal

situierten Setting

7.2.3 Anerkennungsstrukturen für Eltern schaffen

Literaturverzeichnis

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