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Angesichts der globalen Polykrise rückt die Frage der Bewohnbarkeit verstärkt in den Fokus philosophischer Reflexion. Michaela Bstieler entwickelt in ihrer Studie das Unwohnliche als Analyseinstrument, um Formen der Ungleichheit im Kontext des Wohnens zu erschließen und die Bedeutung der Bleibe für Subjektivierungsprozesse freizulegen. Ausgangspunkt ist die phänomenologische These, dass die Welt- und Selbstbezüge von Subjekten maßgeblich von Bewohnbarkeitsbedingungen geformt werden und dabei Handlungshorizonte unterschiedlich verteilen.
Um die grundlegende Bedeutung der Bleibe offenzulegen, entfaltet Bstieler vier Figuren des Unwohnlichen: Weltlosigkeit, Verlassenheit, Desorientiertheit und Angehaltenwerden. Ihre Analyse nimmt dabei Wohnräume als historische Hintergrundbedingungen, Gewöhnungen als verkörperte Praktiken und Formen des Gegenwohnens als Widerstände und Verweigerungen in den Blick. Daraus geht eine politische Phänomenologie hervor, die einen erfahrungsgesättigten Zugang zu Herrschaftsverhältnissen und ihren Politisierungspotentialen bietet.
https://creativecommons.org/licenses/by-nc-nd/4.0/
Michaela Bstieler, Dr. phil., ist praktische Philosophin und arbeitet in den Bereichen Politische Philosophie, Phänomenologie und kritische Theorien.
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Vorbestellerartikel: Dieser Artikel erscheint am 20. Mai 2027
- Artikel-Nr.: SW9783593466354110164
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Michaela Bstieler
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Autoreninformationen
Michaela Bstieler, Dr. phil., ist praktische Philosophin und arbeitet in den Bereichen Politische Philosophie, Phänomenologie und kritische Theorien.- Verlag find_in_page Campus Verlag
- Seitenzahl 250
- Veröffentlichung 20.05.2027
- Barrierefreiheit
- ISBN 9783593466354
- Autoreninformationen Michaela Bstieler, Dr. phil., ist praktische Philosophin und… open_in_new Mehr erfahren