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Gehirn&Geist 11/2026 Die Neurobiologie der Liebe

Was im Gehirn passiert, wenn wir lieben

Gehirn&Geist 11/2026 Die Neurobiologie der Liebe
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Liebe Leserinnen und Leser, die Liebe ist die wohl erfolgreichste Inspirationsquelle der Kulturgeschichte. Seit Jahrhunderten, wenn nicht gar Jahrtausenden, besingen Dichterinnen und Liedermacher dieses intensive Gefühl und prägen so das Idealbild einer ewigen, unerschütterlichen Liebe, die ein ganzes Leben lang hält: Goethe schwärmt »Ganz war mein Herz an deiner Seite und jeder Atemzug für dich«, die Band Revolverheld beteuert »Ich lass für dich das Licht an« und Whitney Houston säuselt »I Will Always Love You«. Dabei gibt es Liebe in vielerlei Gestalt: als wilde Leidenschaft, langjährige... alles anzeigen expand_more

Liebe Leserinnen und Leser, die Liebe ist die wohl erfolgreichste Inspirationsquelle der Kulturgeschichte. Seit Jahrhunderten, wenn nicht gar Jahrtausenden, besingen Dichterinnen und Liedermacher dieses intensive Gefühl und prägen so das Idealbild einer ewigen, unerschütterlichen Liebe, die ein ganzes Leben lang hält: Goethe schwärmt »Ganz war mein Herz an deiner Seite und jeder Atemzug für dich«, die Band Revolverheld beteuert »Ich lass für dich das Licht an« und Whitney Houston säuselt »I Will Always Love You«.

Dabei gibt es Liebe in vielerlei Gestalt: als wilde Leidenschaft, langjährige Vertrautheit, elterliche Zuneigung, karitative Nächstenliebe – und auch als Forschungsgegenstand. Was also ist Liebe? Das haben wir die Biopsychologin und systemische Paartherapeutin Beate Ditzen von der Universität Zürich gefragt, und ihre Antwort darauf ist ebenso facettenreich wie das Gefühl selbst.

Im Interview mit ihr erfahren Sie, dass es Liebe auf den ersten Blick tatsächlich gibt, dass Verliebtsein erhebliche körperliche Stressreaktionen auslöst – und dass Forschende äußerst kreativ darin sind, die Liebe immer näher zu ergründen. Sie stecken Pärchen in Hirnscanner, schicken Testpersonen über Hängebrücken oder sprühen ihnen das »Kuschelhormon« Oxytocin unter die Nase. Und all das im Dienst der Erkenntnis.

Doch so ausgeklügelt die Experimente auch sein mögen: Warum ein bestimmter Mensch unser Herz höherschlagen lässt, wieso Liebe nicht mit einem Zaubertrank provoziert werden kann oder weshalb Liebeskummer so schmerzhaft ist, bleibt selbst für die Wissenschaft ein bislang ungelöstes Rätsel. Vielleicht ist das auch gut so. Denn gerade weil die Liebe nie ganz vermessen, berechnet oder erklärt werden kann, bleibt sie das zugleich schönste und herausforderndste aller Gefühle.

Eine erkenntnisreiche Lektüre wünscht Katharina Menne.



Wie beeinflusst der Darm die Psyche? Wann können wir Alzheimer bekämpfen? Wie lernen unsere Kinder am besten? In Gehirn&Geist berichten renommierte Wissenschaftler und Journalisten über die neuesten Erkenntnisse aus der Psychologie, Hirnforschung, Medizin, Pädagogik und Philosophie. Ob Selbsttest, Expertenrat oder Web- und Literaturtipps – jedes Heft bietet Ihnen zudem eine Fülle an weiterführenden Informationen. Lernen Sie die faszinierende Welt in unserem Kopf kennen.

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