Freiwillig in Kenia

Eine Bankerin und ihr Waisenheim

Inhaltsverzeichnis NEUE ERFAHRUNGEN IN EINER FREMDEN WELT Anreise und viel Schweiß Erste Nacht und unschöne Füße Schwarz-Fahren und Lavendel-Wauzis Eingewöhnungsphase und fröhliche Beerdigungen Nairobi und kenianische Au-pair Drollige Elefantenbabys, hinterhältige Giraffen Kirchenbesuch der besonderen Art EINGEWÖHNUNGSPHASE Mango mit Chili und eine Fähre Made-in-Germany Sparkassenbetriebswirtin wird Kindergärtnerin Hektisches Mombasa und erste Piki Piki-Fahrt Kenianischer Alltagskampf Dompteur in der Manege Backpacker mit Trolley und Nemo ohne Leine Kids-Care und Muttermilch gegen Chilibrennen Zweitwelten hinter... alles anzeigen expand_more

Inhaltsverzeichnis

NEUE ERFAHRUNGEN IN EINER FREMDEN WELT

Anreise und viel Schweiß

Erste Nacht und unschöne Füße

Schwarz-Fahren und Lavendel-Wauzis

Eingewöhnungsphase und fröhliche Beerdigungen

Nairobi und kenianische Au-pair

Drollige Elefantenbabys, hinterhältige Giraffen

Kirchenbesuch der besonderen Art

EINGEWÖHNUNGSPHASE

Mango mit Chili und eine Fähre Made-in-Germany

Sparkassenbetriebswirtin wird Kindergärtnerin

Hektisches Mombasa und erste Piki Piki-Fahrt

Kenianischer Alltagskampf

Dompteur in der Manege

Backpacker mit Trolley und Nemo ohne Leine

Kids-Care und Muttermilch gegen Chilibrennen

Zweitwelten hinter Geschäftsräumen

Harry und Kenia-Zalandi

NEUORIENTIERUNG UND VERÄNDERUNGEN

Zweifel und schlagkräftige Erziehungsmethoden

Abschied und pampige Pasta

Umzug und erneute Zweifel

Isabell und der hinterhältige Schulleiter

German-Angst und eine gefährliche Fährfahrt

Abschiednehmen und Hühnerschlachten

Schläge und ohnmächtige Wut

LITTLE ANGELS UND DIREKTE HILFE

Ein berührtes Herz

Christopher

Mohammed und die Reise zum Patenkind

Schulbildung und Abschied mit Chapati

Waldelefanten und schlumpfblaue Verteidigung

Ablasshandel und das German-Fahrradtaxi

Altstadt und berauschte Straßenkinder

Kranke Kinder und ein wandelnder Geldsack

Stuart, ein Kind, das zu viel gesehen hat

Little Angels und eine unruhige Nacht

Eine Mzungu kauft ein Piki Piki

Isabells Schicksal

Unprofessionelle Ziegenbegutachtung

Existenzgründung und eine hervorragende Veranlagung

Weiterer Second-Hand-Laden und ein hartes Leben

Straßenkinder und eine tote Ziege

ZURÜCK IN DIE ALTE WELT

Und wieder in Kenia

Grundstückskauf per Daumenabdruck

Landvermessung und eine schwangere Rattendame

Ausgeraubt, Polizei-Einmarsch ins Hostel

Hitradio Antenne und ein schmerzhaftes Erlebnis

Kenia zum Vierten und tolle engagierte Helfer

Aggressive Straßenkinder und vereiterte Wunden

WAS WIR BISLANG ERREICHEN KONNTEN



?Helfen? kann ja nicht so schwierig sein, oder? Doch kann es! Hühnerdarm-Pasta, Teufelsaustreibung und Überfälle waren eigentlich nicht ihr Plan. Die Autorin beschreibt ihren holprigen Weg als Freiwillige in Kenia, der ganz unbeabsichtigt zu einem eigenen Waisenheim führte. Sie nimmt die Leser mit auf die spannende Reise und lässt sowohl humorvoll, wie gefühlvoll an Freude und Angst sowie Erfolgen und Hilflosigkeit teilhaben.

Ihre bewegenden Erzählungen über die Erlebnisse in Kenia sind auf der einen Seite erheiternd, regen aber durchaus zum Nachdenken an. Gleichermaßen geeignet für alle Afrikainteressierten als auch für junge Leute auf der Suche nach einem sinnvollen Freiwilligendienst.



Mal amüsant, mal nachdenklich, beschreibt die Autorin ihre naiven Anfänge als Freiwillige in Kenia. Der Leser taucht in eine andere Welt ein und erfährt dabei Wissenswertes über Freiwilligenarbeit, Lebensumstände in Kenia oder wie man einen Stein ins Rollen bringen kann.

Im leichten Unterhaltungsstil beschreibt sie ihre anfänglich unbedarfte Vorstellung ihres Aufenthaltes. Sie wird schnell eingeholt von der kenianischen Realität und muss sich mit Anfeindungen, Korruption, Diebstahl und Gewalt auseinandersetzen. Ebenso bereichern Begegnungen mit wunderbaren Menschen ihr Leben, und sie spürt das unbeschreibliche schöne Gefühl, dort helfen zu können. Ständig hinterfragt sie sich, ob es sinnvoll ist, was sie dort bewegt, warum die Menschen dort so leben müssen und was man von zu Hause aus tun kann, um die Lebensumstände benachteiligter Kinder zu verbessern.

Ihr Bericht über die Erfahrungen in einer anderen Kultur ist mit Herz und Humor geschrieben und soll Empathie und Verständnis für den schwarzen Kontinent wecken. Der Inhalt gibt dabei Impulse, sein eigenes Leben und Verhalten zu überdenken.

Am Ende ist zu erkennen, dass jeder einzelne Mensch etwas bewegen kann ? oft mehr, als er sich am Anfang zugetraut hat.

"Du bist nur so groß, wie die Träume, die du wagst zu leben".

Das Buch wendet sich sowohl an Afrika-Interessierte allgemein, insbesondere aber an junge Leute, die bei einem sinnvollen Freiwilligendienst engagieren möchten.



Neue Erfahrungen in einer fremden Welt

Anreise und viel Schweiß

Was bringt eine 38-jährige erfolgreiche Vermögensberaterin einer Sparkasse dazu, ihre konservative Arbeit zu unterbrechen und sich auf den Weg nach Afrika zu machen? Das frage ich mich gerade, als der Flieger abhebt und ich mir die letzten Abschiedstränen aus dem Gesicht wische.

So ganz genau kann ich diese Frage nicht beantworten. Nicht mir selbst ? somit auch kaum anderen. Vielleicht hat es mit meiner Krebserkrankung zu tun, dass ich hier im Flieger sitze? Vielleicht hätte ich sonst nicht den Mut gehabt, meinen lang gehegten Wunsch in die Tat umzusetzen? Vielleicht wäre ich lieber brav am Schreibtisch kleben geblieben? Die Diagnose ?Krebs? ist eine Grenzerfahrung, die aber in meinem Falle ? nach der Genesung ? mein eigenes Leben zum Positiven verändert hat. Ich lebe offener, dankbarer, mutiger und habe das extreme Bedürfnis, ?helfen? zu müssen. Wo auch immer dieses Gefühl hergekommen sein mag ? nun ist es da! Ich kann mich noch gut daran erinnern, dass ich einmal anders getickt hatte. Aber nun will ich meinem Leben einen Sinn geben, wie es so schön abgedroschen heißt.

Andere spenden, um etwas Gutes zu tun; aber ich will viel mehr. Also, wo gelingt das besser als bei bedürftigen Waisenkindern in Afrika, die nur auf mich warten? Mit einer Portion Naivität und Helfersyndrom im Gepäck mache ich mich auf den Weg.

Ich fliege von Hamburg über Istanbul nach Nairobi. Ein türkisches Paar, mittleren Alters, sitzt im engen Flieger neben mir und redet und redet ? mit Händen und Füßen.



Kleine Kinder laufen umher. Als wir bemerkt werden, bleiben sie neugierig und sprachlos stehen. Männer sitzen im Schatten. Eigentlich nichts Ungewöhnliches in einem Dorf. Nur hier gibt es keine Häuser. Die Lebensumstände sind nur Überlebenszustände. Einige Behausungen bestehen nur aus einer festen Plane, befestigt mit dicken Seilen an einer Steinwand, die als lange Mauer ein Grundstück in der Nachbarschaft abschirmt. Darunter schlafen und leben zum Teil ganze Familien. Wer eine Bretterbude besitzt, ist schon besser dran. Tagsüber gehen sie auf die Straßen von Mombasa zum Betteln, vielleicht auch zum Stehlen. Sie leben von der Hand in den Mund. Sie haben vielleicht noch eine zweite Garnitur Kleidung, ein paar Teller und einen Topf. Das ist häufig ihr gesamtes Hab und Gut. Ich glaube, der Körper funktioniert nur noch. Und der Geist? Welch tagtäglicher Kampf! Schweigend folgen wir den beiden Guides über die sandigen Wege. An einigen Ecken riecht es stark nach Urin. ?Jambo, my friends?, ruft uns ein älterer, hagerer Mann zu, der auf dem Boden vor einer Bretterbude sitzt. Er wirkt freundlich, wir winken. Die Blicke einiger jüngerer Männer sprechen Bände. Sie finden es nicht gut, dass wir hier sind, lassen uns aber wortlos weitergehen. Unsere Guides wurden von dem Paten geschickt. Der Pate herrscht über dieses Dorf, die Bewohner haben sich zu fügen.



Anja Friedrich, Jahrgang 1974, wuchs in einem kleinen Dorf in Ostfriesland auf, lebt seit 15 Jahren in Oldenburg und arbeitet seit über 20 Jahren bei der Sparkasse. Im Urlaub zog es sie oft in die Ferne. Sie hat traumhafte Länder gesehen, aber auch bittere Armut begegnete ihr immer wieder. Der Wunsch zu helfen, etwas zu bewegen, wurde immer größer. Schließlich war es dann soweit: Freigestellt von ihrem Arbeitgeber konnte sie ihrem Traum Taten folgen lassen. Während eines dreimonatigen Aufenthaltes in Kenia versuchte sie direkte Hilfe vor Ort zu leisten. Es entstand der Verein Little Angel e.V., der sich für die Unterstützung des gleichnamigen Waisenheimes und Grundschule einsetzt. Viele weitere Aufenthalte in Kenia folgten. Auch in Ghana konnte sie wertvolle Erfahrungen sammeln, wo sie für die Gesellschaft für Internationale Arbeit (GIZ) tätig war. Zurzeit widmet sie sich voll und ganz ihren ?Little Angels?, bevor es wieder beruflich in Deutschland weitergeht.

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