Ein Weg zur lernenden Organisation: Kompetenzentwicklung von Mitarbeitern

Ein Weg zur lernenden Organisation: Kompetenzentwicklung von Mitarbeitern
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In der vorliegenden Studie wird der Prozess zum Aufbau einer lernenden Organisation nach Peter Senge betrachtet. Das Buch veranschaulicht die Entwicklungen und Umwälzungen der Wissensgesellschaft, um folgend auf die Anforderungen sowohl für Organisationen als auch für Individuen einzugehen. Dabei wird der Unterschied zwischen einer herkömmlichen Organisation und einer lernenden Organisation verdeutlicht und die Besonderheit des Ansatzes nach Peter Senge erklärt. Anschließend geht der Autor auf die Notwendigkeit und die Ziele von Wissensmanagement ein, um schließlich den Kompetenzbegriff einzugrenzen. Im letzten Kapitel werden die Kompetenzen von Individuen beschrieben, die den Prozess der... alles anzeigen expand_more
In der vorliegenden Studie wird der Prozess zum Aufbau einer lernenden Organisation nach Peter Senge betrachtet. Das Buch veranschaulicht die Entwicklungen und Umwälzungen der Wissensgesellschaft, um folgend auf die Anforderungen sowohl für Organisationen als auch für Individuen einzugehen. Dabei wird der Unterschied zwischen einer herkömmlichen Organisation und einer lernenden Organisation verdeutlicht und die Besonderheit des Ansatzes nach Peter Senge erklärt. Anschließend geht der Autor auf die Notwendigkeit und die Ziele von Wissensmanagement ein, um schließlich den Kompetenzbegriff einzugrenzen. Im letzten Kapitel werden die Kompetenzen von Individuen beschrieben, die den Prozess der lernenden Organisation unterstützen. Der Fokus der gesamten Betrachtung liegt dabei auf dem Individuum.

In der vorliegenden Studie wird der Prozess zum Aufbau einer lernenden Organisation nach Peter Senge betrachtet. Das Buch veranschaulicht die Entwicklungen und Umwälzungen der Wissensgesellschaft, um folgend auf die Anforderungen sowohl für Organisationen als auch für Individuen einzugehen. Dabei wird der Unterschied zwischen einer ...

Textprobe: Kapitel 3.3.1, Die Disziplin Personal Mastery: Senge versteht unter dem Begriff Personal Mastery so viel wie Selbstführung und Persönlichkeitsentwicklung. Übersetzt bedeutet Personal Mastery so viel wie 'persönliche Meisterschaft'. Anders ausgedrückt lebt Personal Mastery von einem persönlichen Wettbewerb, der im Kopf ausgetragen wird. Aus diesem Grund wird auch von der geistigen Grundlage der lernenden Organisation gesprochen. Beim Individuum selbst beginnt die Fähigkeit des Lernens und des Engagements, und ohne diese lernt auch die Organisation selbst nicht. Personal Mastery basiert auf Kompetenzen und Fachwissen, aber es geht noch darüber hinaus. Es steht vielmehr für eine Herangehensweise im Sinne einer kreativen Auffassung der Prozesse, was bedeutet, dass man als Individuum der Motor seines eigenen Antriebs ist und somit als Mitgestalter seiner Realität agiert. Im Blickwinkel steht neben den Strukturen des Systems das Verhalten des Individuums. Zum einem gehört zu Personal Mastery, dass ich meine Prioritäten abwäge und kläre. Zum anderen, dass ich die gegenwärtige Realität genauestens und ehrlich betrachte. Die Diskrepanz zwischen meiner Standortbestimmung (Realität) und meinen Zielen (Vision) ist die kreative Spannung, die es zu schaffen und zu erhalten gilt. Die kreative Spannung gilt als das zentrale Prinzip der Personal Mastery. 'Sie ist die Kraft, die in dem Moment ins Spiel kommt, wenn wir erkennen, daß Vision und Realität auseinanderklaffen.' Diese Spannung treibt ein Individuum an, kann zum einen entmutigen, zum anderen aber auch antreiben. Im Folgenden soll das System der kreativen Spannung näher erläutert werden, da es von zentraler Bedeutung für das Verständnis der Personal Mastery ist. Um die Lücke zwischen Realität und Vision zu schließen, trifft man Maßnahmen, welche aber Zeit in Anspruch nehmen. Diese Verzögerung kann zu Enttäuschung und zu emotionaler Spannung führen, durch welche wir unsere Vision einschränken. Diese Problemverschiebung kann wiederum, durch Frustration verstärkt, zu einem Teufelskreis auswachsen, der unsere persönlichen Ziele immer weiter aushöhlt. Der einzige Weg, an einer Vision festzuhalten, führt über das Aushalten der emotionalen Spannung. Auf diesem Weg, durch Akzeptieren und Verstehen des Prozesses der kreativen Spannung, kann die Vision zur aktiven Kraft heranwachsen und etwas bewirken. Auch Visionen, die auf den ersten Blick einen Fehlschlag bedeuten, können im Sinne der Personal Mastery hilfreich sein, denn sie bedeuten Entwicklung. So kann ein Misserfolg die Vision viel klarer erscheinen lassen und Wege aufzeigen, die im Moment noch im Verborgenen liegen. Neben dem 'Treubleiben' der eigenen Vision ist die Verpflichtung zur Wahrheit ein wichtiges Element der Personal Mastery. Damit meint Senge das Durchbrechen der angesprochenen Problemverschiebung, welche sich letztendlich zu Lasten des Individuums verlagert, sowie eine kritische Reflexion sowohl der Struktur insgesamt als auch des eigenen Verhaltens. 'Je stärker ich mich der Wahrheit verpflichte, desto mehr kreative Spannung wird erzeugt, weil ich die gegenwärtige Realität mehr und mehr für das nehme, was sie tatsächlich ist. Im Hinblick auf die kreative Spannung wird das Eintreten für die Wahrheit ebenso wie die Vision zu einer generativen Kraft.' Auch das Unterbewusstsein spielt eine entscheidende Rolle im Personal Mastery. Im Gegensatz zu Menschen mit einem niedrigen Maß an Personal Mastery besteht bei Menschen mit einem hohen Maß ein intensiverer Austausch zwischen ihrem Bewusstsein und ihrem Unterbewusstsein. Durch diese verstärkte Verbindung gelingt es ihnen, sich auf die eigene Vision zu konzentrieren, praktisch aus tiefster Überzeugung heraus. Durch Personal Mastery kann das Individuum gezielt die Fähigkeiten und Kompetenzen erweitern, die es für das Erreichen seiner Ziele benötigt. Professionalität gehört ebenso zu den Tugenden des Personal Mastery wie Ehrgeiz, Entschlossenheit, aber auch das Bewusstsein für eigene Inkompetenz und Unwissenheit. Da sie über ein starkes Selbstvertrauen verfügen, zeigen Individuen mit hohem Grad an Personal Mastery viel Engagement, Initiative und Verantwortlichkeit, was sich letztendlich auf die Organisation auswirkt. Fördert eine Organisation Personal Mastery, fördert sie gleichzeitig die Entfaltung der Persönlichkeit ihrer Mitglieder, und das nicht nur aus Gründen der Effizienz, sondern als Teil ihrer Kultur. Kritiker führen an, dass die Förderung dieser Persönlichkeitsentwicklung die bestehende Ordnung in Organisationen untergraben könnte und dass sie wegen ihrer weichen Faktoren schwer messbar sei. Senge entgegnet diesen Ansichten, dass Personal Mastery, ebenso wie die anderen drei Disziplinen, nicht isoliert betrachtet werden darf. Alle Disziplinen sind miteinander verknüpft und wirken aufeinander ein oder sind in gewisser Weise voneinander abhängig. Demnach ist es wenig sinnvoll, eine Organisationskultur zu schaffen, in der sich die Mitarbeiter entfalten und ihre Bedürfnisse erforschen können, wenn es beispielsweise gleichzeitig an einer gemeinsamen Vision mangelt. Erscheinungen, die mit der Disziplin der Personal Mastery einhergehen, sind Vernunft und Intuition. Sie haben ihren Ursprung in den schon angesprochenen Prozessen und ergänzen das Bestreben des Individuums auf dem Weg zur Verwirklichung der persönlichen Vision. Durch das Betrachten des Systems mit dem Ziel der persönlichen Vision, bei gleichzeitiger Verpflichtung gegenüber der Wahrheit und dem Infrage-Stellen des Status quo, kann die Entwicklung hin zu einem kontinuierlichen, anhaltenden Prozess der Personal Mastery gelingen. Nach dieser Beschreibung der Personal Mastery sollen nun einige Strategien zur Förderung vorgestellt werden. Konkret geht es um die Frage: Wie kann eine Organisation den Prozess der Personal Mastery befördern? Personal Mastery beginnt im Kopf eines Mitarbeiters, niemand kann dazu gezwungen werden, sich dieser Disziplin zu widmen. Eine Organisation muss vielmehr unterstützende Bedingungen schaffen, damit der einzelne seine Persönlichkeit und sein Potenzial aus eigenem Antrieb weiterentwickeln kann. Konkret können beispielsweise wöchentliche Besprechungen mit dem Thema Vision und gegenwärtige Realität helfen, die kreative Spannung der Mitarbeiter anzuregen. Dafür benötigt es ein vertrauensvolles Umfeld, in dem zum Beispiel über Annahmen, Visionen und mögliche Barrieren gesprochen wird. Ein weiterer wichtiger Punkt ist die Vorbildfunktion der Führungskräfte. Erst wenn diese sich ihrer eigenen Realität und Vision bewusst sind, können sie als eine Art Coach ihren Mitarbeitern bei der Entfaltung helfend zur Seite stehen. Das Lernen in einer Organisation sollte immer einen Bezug zur persönlichen Vision ihrer Mitglieder herstellen. So kann Teilnahme und intrinsische Motivation generiert werden, ohne die kein Personal Mastery möglich ist. Mitarbeiter müssen ihr eigenes Tempo selbst bestimmen können und individuell beurteilt werden. So kann eine Leistungsbeurteilung in Form eines interaktiven Dialogs in Bezug zu den individuellen Visionen und Barrieren durchgeführt werden, wodurch eine vertrauensvollere Basis zwischen Individuum und Organisation wachsen kann. Eine solche Infrastruktur zu gestalten benötigt viel Ressourcen wie Zeit, Energie und Geld, doch dieser Einsatz ist selbst ein Teil der Personal Mastery, denn 'Zur Personal Mastery gehört die Bereitschaft, alle erforderlichen Mittel in die Schaffung einer Umwelt zu investieren, die es den Mitarbeitern ermöglicht, einen hochwertigen Beitrag zu leisten.' Die Entwicklung der Personal Mastery kann einen der ersten Schritte auf dem Weg zur lernenden Organisation darstellen. Erst wenn die Organisation herausfindet, was ihre Mitglieder im Innersten bewegt, können andere Disziplinen, wie das Entwickeln einer gemeinsamen Vision, hinzugezogen werden.

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