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Karibische Verluste: Der hochriskante Absturz der österreichischen BAWAG
Spekulationen, Briefkastenfirmen, und der beinahe fatale Ruin der mächtigen Wiener Gewerkschaftsbank, 2006
Warum verlagert eine traditionelle, eng mit dem Gewerkschaftsbund verwobene österreichische Bank Milliardenbeträge von Sparguthaben in hochriskante, undurchsichtige Spekulationsgeschäfte in die Karibik? Der BAWAG-Skandal von 2006 erschütterte das politische und wirtschaftliche Fundament Österreichs bis ins Mark.
In dem verzweifelten Versuch, astronomische Verluste aus früheren Währungsspekulationen zu vertuschen, genehmigte die Führungsetage der BAWAG (Bank für Arbeit und Wirtschaft) weitere, immer extremere Kredite an den Investmentbanker Wolfgang Flöttl. Über ein komplexes Geflecht aus Briefkastenfirmen und Offshore-Konten in der Karibik versickerten letztendlich fast zwei Milliarden Euro. Als der Skandal durch eine Anzeige an die Öffentlichkeit drang, kam es zu einem massiven Bank Run der österreichischen Sparer, der das Institut beinahe in die sofortige Insolvenz trieb.
Dieses detaillierte finanzpolitische Werk dekonstruiert die Arroganz der Bankenelite. Es dokumentiert die Verschleierungstaktiken des Vorstands, die verheerenden Auswirkungen auf den Österreichischen Gewerkschaftsbund (ÖGB) und die notwendige staatliche Haftungsübernahme zur Rettung des Finanzsystems.
Verstehen Sie die Gefahren unkontrollierter Finanzmärkte. Die BAWAG-Affäre zeigt auf tragische Weise, wie die eklatante Entkopplung von der realen Wirtschaft und grenzenlose Spekulation selbst die konservativsten Institutionen vernichten können.
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- Artikel-Nr.: SW9783565495597110164
- Artikelnummer SW9783565495597110164
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epubli
- ISBN 9783565495597