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Brücken und Brüche: Impulse für die empirische Journalismusforschung

Festschrift für Markus Behmer

Brücken und Brüche: Impulse für die empirische Journalismusforschung
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Journalismus ist ein Forschungsfeld im Wechselspiel der Widersprüche: Er bewegt sich zwischen Ethik und Ökonomie, Nähe und Distanz, Objektivität und Emotion. Doch diese Pole sind nicht notwendigerweise Gegensätze, sondern Spannungsfelder und komplementäre Ansätze. Sie eröffnen Reflexions- und Gestaltungsräume, die es ermöglichen, komplexe gesellschaftliche, ökonomische und technologische Anforderungen zu diskutieren und zu balancieren. Journalismus reagiert damit nicht nur auf Differenzen, sondern stellt aktiv Zusammenhänge her, er kann verbinden und trotz seiner Widersprüche auch Brücken bauen. In seiner... alles anzeigen expand_more

Journalismus ist ein Forschungsfeld im Wechselspiel der Widersprüche: Er bewegt sich zwischen Ethik und Ökonomie, Nähe und Distanz, Objektivität und Emotion. Doch diese Pole sind nicht notwendigerweise Gegensätze, sondern Spannungsfelder und komplementäre Ansätze. Sie eröffnen Reflexions- und Gestaltungsräume, die es ermöglichen, komplexe gesellschaftliche, ökonomische und technologische Anforderungen zu diskutieren und zu balancieren. Journalismus reagiert damit nicht nur auf Differenzen, sondern stellt aktiv Zusammenhänge her, er kann verbinden und trotz seiner Widersprüche auch Brücken bauen. In seiner vermittelnden Funktion verknüpft er Wissensbestände, Perspektiven und gesellschaftliche Teilbereiche und trägt so zur Kohäsion moderner Gesellschaften bei – nicht, indem er Gegensätze auflöst, sondern indem er sie sichtbar macht und in Beziehung setzt.



Die Festschrift für Prof. Dr. Markus Behmer versammelt 21 Beiträge, die Journalismus als teils widersprüchliches, aber oft verbindendes gesellschaftliches Handlungsfeld erkunden. Die Texte beleuchten sowohl etablierte als auch wenig erforschte Dimensionen des Journalismus. Sie sind in ihrer Form vielfältig: Sie reichen von theoretisch-konzeptionellen Analysen über empirische Studien bis hin zu essayistischen Reflexionen und praxisorientierten Perspektiven. Trotz dieser Unterschiedlichkeit verbindet sie das gemeinsame Anliegen, Komplexität sichtbar zu machen und Journalismus dadurch in einem möglichst weiten Sinne zu verstehen: als Praxis der Berichterstattung, als Beruf, als Institution und als gesellschaftliche Deutungsinstanz.



Die Beiträge gliedern sich in drei Kapitel: "Wurzeln, Gegenwart, Horizonte" nimmt historische, aktuelle und künftige Grundlagen des Journalismus in den Blick. "Innovation, Kontinuität, Transformation" untersucht das Spannungsverhältnis zwischen tradierten Formen und neuen Entwicklungen. "Ausbildung, Praxis, Transfer" richtet den Fokus auf die Anforderungen an journalistische Ausbildung und die Umsetzung im Berufsalltag.



Der Sammelband richtet sich an Forschende und Studierende aus der Kommunikationswissenschaft und Journalistik, aber auch an Medienschaffende.



Vera Katzenberger ist Juniorprofessorin für Digitalen Journalismus an der Universität Leipzig. Zuvor war sie wissenschaftliche Mitarbeiterin am Institut für Kommunikationswissenschaft an der Otto-Friedrich-Universität Bamberg. Sie studierte Politikwissenschaft, Soziologie und Anglistik an der Julius-Maximilians-Universität Würzburg (Bachelor of Arts) und Kommunikationswissenschaft an der Otto-Friedrich-Universität Bamberg (Master of Arts). Ihre Lehr- und Forschungsschwerpunkte umfassen digitalen und datenbasierten Journalismus.



Till Krause ist Professor für Medien und Kommunikation an der Hochschule Landshut. Er studierte Theater- und Medienwissenschaften, Broadcasting and Electronic Communication Arts sowie Journalistik an der Friedrich-Alexander-Universität Erlangen Nürnberg, der San Francisco State University und der Ludwig-Maximilians-Universität München. Promotion am IPP Literatur- und Kulturwissenschaften der Justus-Liebig-Universität Gießen. Seine Lehr- und Forschungsschwerpunkte sind digitale Kommunikation, Journalismus, Podcasts und Storytelling sowie Einsatz und Folgen von Künstlicher Intelligenz in der Medienproduktion.



Gabriele Mehling ist Lehrkraft für besondere Aufgaben am Institut für Kommunikationswissenschaft der Otto-Friedrich-Universität Bamberg. In ihrer Forschung befasst sie sich u. a. mit der Rezeptionsforschung im Bereich der audiovisuellen Kommunikation. Sie studierte Kommunikationswissenschaft, Soziologie und Politikwissenschaft.



Gero Himmelsbach: Verantwortung, Verständnis, Verbundenheit: Ein Vorwort



Vera Katzenberger, Till Krause und Gabriele Mehling: Widersprüchlichkeit und Verbindung im Journalismus: Eine Einleitung



I.Wurzeln, Gegenwart, Horizonte



Patrick Rössler: Kiosk: Die Ungleichzeitigkeit des Gleichzeitigen als Programm



Jürgen Wilke: Ein ›Gangsterstreich‹ in der deutschen Exilpresse? Die Pariser Tageblatt ./. Pariser Tageszeitung-Affäre 1936/37 – ein Nachtrag



Philipp Grammes: (Über)Leben in der ›Zeitweiligkeit‹: Die jiddische Wochenzeitung Undzer Wort – Stimme der jüdischen Displaced Persons in Bamberg und Franken 1946/47



Manfred Treml: Lokalfunk und Landesgeschichte: Eine unvollendete Beziehungsgeschichte



Bernd Blöbaum: Wandel verspricht Kontinuität: Die taz und ihr Publikum



Kinza Khan: Die antastbare Würde des Menschen: Über den Versuch der Wiederherstellung von

Menschlichkeit in der Kriegsfotografie



Jonas Schützeneder und Klaus Meier: Vielfalt vor Ort und Plattform im Dorf: Szenarien für den Lokaljournalismus 2035



II.Innovation, Kontinuität, Transformation



Vera Katzenberger und Till Krause: Das gehört gehört: Die Rolle von journalistischen Podcasts für die digitale Medienlandschaft und innovatives Storytelling



Jeffrey Wimme: »TRANSPARENZ auf schwarz und weiß«: Rechts- und linksgerichtete Kommunikationsguerilla in Zeiten von Instagram



Andrea Czepek und Melanie Hellwig: Der Einfluss von sozialen Medien und künstlicher Intelligenz auf Autonomie, Freiheit und Normen im Lokaljournalismus



Dirk von Gehlen: Zehn Dinge, die du über Memes wissen musst: Eine kleine Kulturgeschichte



III.Ausbildung, Praxis, Transfer



Rudolf Stöber: Das Evangelium nach Markus: Medienkompetenz und Kommunikatorausbildung in Zeiten zunehmender Medialisierung



Olaf Hoffjann: Strategische Ambiguität: ein Bamberger Werkstattbericht



Kristina Wied: Einblicke in Service Learning: Was die Tagungsreihe Bildkorrekturen für nachhaltige Bildung bringt



Beatrice Dernbach: Interkulturelle Kompetenzen in der globalen Kommunikationsgesellschaft



André Haller: Skandale in der öffentlichen Kommunikation: Perspektiven auf ein internationales und interdisziplinäres Forschungsfeld



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